ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Bombardier übertrifft Erwartungen dank starker Privatjet- und Servicenachfrage

Der kanadische Flugzeugbauer überzeugt im ersten Quartal 2026 mit einem Gewinn je Aktie weit über den Analystenschätzungen.

Bombardier übertrifft Erwartungen dank starker Privatjet- und Servicenachfrage

Bombardier hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Der kanadische Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen profitierte von einer robusten Nachfrage nach Reparatur- und Wartungsdienstleistungen sowie einer gestiegenen Nutzung privater Jets. Dies gelang trotz höherer Kerosinpreise, die den kommerziellen Luftverkehr unter Druck setzen.

Der Serviceumsatz des Unternehmens kletterte im Jahresvergleich um 25% auf 617 Millionen US-Dollar. Treiber waren eine starke Nachfrage nach Ersatzteilen und Wartungsleistungen für die weltweit wachsende Jet-Flotte – insbesondere in den USA. Auf bereinigter Basis verdiente Bombardier 1,81 US-Dollar je Aktie, während Analysten im Durchschnitt lediglich 77 Cent erwartet hatten.

„Trotz allem, was derzeit passiert – der Krieg mit dem Iran und in der Ukraine – sehen wir immer noch ein Wachstum bei den Flugstunden", sagte Bombardier-CEO Eric Martel gegenüber Analysten. Die Nutzung der großräumigen Global-Jets von Bombardier durch Betreiber stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8%.

Rekordhoher freier Cashflow für ein erstes Quartal

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim freien Cashflow – einer von Investoren intensiv beobachteten Kennzahl. Bombardier erwirtschaftete im Quartal einen freien Cashflow von 360 Millionen US-Dollar, dem höchsten Wert für ein erstes Quartal seit fast zwei Jahrzehnten. Dies markiert eine deutliche Trendwende gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem noch 304 Millionen US-Dollar verbraucht wurden.

Infolgedessen hob das in Montreal ansässige Unternehmen seine Prognose für den freien Cashflow für das Gesamtjahr 2026 an. Statt der bisher erwarteten Spanne von 600 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar rechnet Bombardier nun mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar. Zudem erwartet das Unternehmen auch für das zweite Quartal einen positiven freien Cashflow.

Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 5% auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit blieb Bombardier jedoch leicht hinter den Analystenschätzungen von 1,64 Milliarden US-Dollar zurück. Im Quartal wurden 24 Flugzeuge ausgeliefert, eines mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen bekräftigte seine Pläne, im Gesamtjahr mehr als 157 Maschinen an Kunden zu übergeben.

Lieferkettenprobleme weitgehend gelöst

Wie viele andere Flugzeugbauer kämpft auch Bombardier mit Lieferkettenproblemen, die Produktion und Auslieferungen einschränken. Martel räumte ein, dass das Unternehmen im ersten Quartal mit einem Engpass in der Lieferkette konfrontiert gewesen sei, der die Auslieferung einiger weniger Flugzeuge beeinträchtigte – wenngleich die Triebwerke nicht betroffen waren. Er betonte jedoch, dass das Problem inzwischen gelöst sei.

Positiv wirkte sich zudem die Zertifizierung des neuen Ultra-Langstrecken-Businessjets Global 8000 aus, für den Bombardier neue Aufträge verbuchen konnte. Privatjet-Hersteller wie Bombardier und der Konkurrent General Dynamics Gulfstream Aerospace verzeichnen weiterhin eine starke weltweite Nachfrage, angeführt von den USA. Lediglich im Nahen Osten hat sich die Auftragsaktivität zuletzt verlangsamt.

BombardierPrivatjetQuartalsergebnisFreier CashflowGeschäftsreiseflugzeugGlobal 8000Serviceumsatz

Disclaimer