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BoJ stützt Yen – Dollar schwächelt nach Trump-Drama

Die Bank of Japan hob ihre Inflationsprognosen an und öffnete die Tür für weitere Zinserhöhungen. Der US-Dollar geriet unter Druck, während Trumps Grönland-Offensive das Vertrauen in US-Anlagen erschütterte.

BoJ stützt Yen – Dollar schwächelt nach Trump-Drama

Die Bank of Japan (BoJ) hat am Freitag ihre geldpolitischen Weichen neu gestellt und damit den Yen vor einem weiteren Kursverfall bewahrt. Die Notenbank hob ihre Inflationsprognosen leicht an und ließ Spielraum für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr – die erste könnte bereits im April erfolgen.

Der US-Dollar geriet währenddessen unter Druck. Analysten vermuten, dass die jüngsten Eskapaden von Präsident Donald Trump rund um Grönland das Vertrauen in US-Anlagen geschwächt haben. Mit einer globalen Netto-Long-Position von 27,6 Billionen Dollar in amerikanischen Investments besteht erhebliches Potenzial für einen Positionsabbau.

Trump rudert bei Grönland zurück

Nach der Zurücknahme seiner Zolldrohungen verkündete Trump, er habe in einem NATO-Abkommen den vollständigen und dauerhaften Zugang der USA zu Grönland gesichert. NATO-Generalsekretär forderte die Verbündeten auf, ihr Engagement für die Sicherheit in der Arktis zu verstärken.

Die EU-Staats- und Regierungschefs atmeten erleichtert auf und signalisierten Bereitschaft für ein transatlantisches Handelsabkommen. Gleichzeitig warnten sie, im Falle erneuter Drohungen entschlossen zu handeln.

Spannungen mit Kanada verschärfen sich

Im Verhältnis zu Kanada verschärfte sich der Ton: Trump zog seine Einladung an Kanada zurück, seinem Friedensrat beizutreten. Auslöser war eine scharfe Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney in Davos, der mächtige Nationen für den Missbrauch wirtschaftlicher Integration und Zölle anprangerte.

Intel-Kurseinbruch belastet Chip-Sektor

An den Aktienmärkten in Asien überwog zunächst Zuversicht. Ein nachbörslicher Kurseinbruch bei Intel um 13 Prozent deutet jedoch auf Probleme in der Chip-Lieferkette hin. Der Konzern gab an, die Nachfrage nach Server-Chips für Rechenzentren nicht decken zu können.

China setzte unterdessen ein Zeichen: Erstmals seit 2023 hob die Volksbank die offizielle Yuan-Leitvorgabe auf die stärkere Seite von 7 pro US-Dollar an – ein Signal für eine stabilere Währungspolitik trotz internationaler Spannungen.

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