BofA sieht Euro 2026 im Aufwind: Diese Faktoren treiben
Die Bank of America prognostiziert eine deutliche Stärkung des Euro im Jahr 2026. Haupttreiber sind sinkende US-Zinsen, chinesische Konjunkturmaßnahmen und eine Wachstumskonvergenz zwischen USA und Eurozone.

Die Bank of America (BofA) hat ihre Einschätzung für den Euro im kommenden Jahr deutlich aufgehellt. Die US-Großbank erwartet eine spürbare Aufwertung der Gemeinschaftswährung im Jahr 2026, getrieben von mehreren makroökonomischen Faktoren.
Sinkende US-Zinsen als Haupttreiber
Als wichtigsten Treiber für die Euro-Stärke nennen die BofA-Ökonomen die erwarteten Zinssenkungen in den USA. Hinzu kommen potenzielle Risiken für die Unabhängigkeit der Federal Reserve sowie erwartete Konjunkturmaßnahmen aus China. Diese Kombination dürfte den Zinsvorteil des US-Dollar gegenüber dem Euro verringern und damit die europäische Währung attraktiver machen.
Wachstumskonvergenz zwischen USA und Eurozone
Für die zweite Jahreshälfte 2026 prognostiziert die Bank eine Annäherung der Wachstumsraten zwischen den Vereinigten Staaten und der Eurozone. Dabei wird in der Eurozone eine niedrigere Inflation als in anderen G4-Volkswirtschaften erwartet. Dies könnte der Europäischen Zentralbank mehr geldpolitischen Spielraum verschaffen.
Positive Fiskalpolitik in Europa
Die fiskalischen Aussichten in Europa heben sich laut BofA positiv von anderen G4-Ländern ab – mit Ausnahme Frankreichs. Besonders die deutschen fiskalischen Entwicklungen seien in den Märkten mittlerweile besser eingepreist als noch zu Beginn des vierten Quartals 2025. Die Erwartung erhöhter Verteidigungsausgaben könnte zusätzlich stützend wirken.
Handelspolitische Fortschritte als Unterstützung
Zusätzliche Unterstützung für die Marktstimmung könnte das wahrscheinliche Mercosur-Handelsabkommen bringen. Auch Fortschritte in den Handelsgesprächen mit Indien könnten sich positiv auf den Euro auswirken. Die BofA hebt zudem die Erwartung einer erneuten Devisenabsicherungsaktivität als weiteren stützenden Faktor hervor.
Kurzfristig noch vorsichtig
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Zur AktienanalyseTrotz des optimistischen Ausblicks für 2026 bleibt die BofA kurzfristig vorsichtig gegenüber dem Euro. Dies liegt teilweise an der erwarteten letzten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im März. Erst nach dieser geldpolitischen Maßnahme dürfte sich das positive Szenario für die Gemeinschaftswährung voll entfalten.
Grönland-Thematik mit unklaren Folgen
Während einige Marktteilnehmer potenzielle geopolitische Entwicklungen im Zusammenhang mit Grönland als negativ für den Euro ansehen, deutet die BofA an, dass die Implikationen weniger eindeutig sein könnten. Falls die damit verbundenen Bedenken zu erhöhten europäischen Verteidigungsausgaben führen, könnten traditionelle Korrelationen zwischen dem US-Dollar und US-Vermögenswerten infrage gestellt werden.


