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BofA: Geopolitische Risiken stützen US-Dollar vor FOMC-Sitzung

Die Bank of America sieht den US-Dollar trotz Fed-Sitzung primär durch geopolitische Unsicherheiten und steigende Ölpreise gestützt.

BofA: Geopolitische Risiken stützen US-Dollar vor FOMC-Sitzung

Die Bank of America (BofA) erwartet, dass die heutige FOMC-Sitzung der US-Notenbank kein entscheidendes Ereignis für den US-Dollar darstellen wird. Da keine geldpolitischen Änderungen absehbar sind, rücken geopolitische Risiken in den Vordergrund – und diese nehmen laut BofA von Tag zu Tag zu.

Fed-Chef Jerome Powell wird in seiner Kommunikation die gestiegenen Unsicherheiten voraussichtlich unterstreichen. Erkennbare Tendenzen bei Inflations- oder Wachstumsrisiken dürften vom Devisenmarkt jedoch schnell verarbeitet werden.

Ölpreise geben das Tempo vor

Der Dollar-Markt werde primär von Schlagzeilen getrieben bleiben, wobei die Ölmärkte das Tempo vorgeben, so die BofA. Solange der Aufwärtsdruck auf den Ölpreis anhält, bestehen Aufwärtsrisiken für den US-Dollar – besonders gegenüber Währungen, die anfälliger für einen sogenannten Terms-of-Trade-Schock sind. Dazu zählen laut BofA der Euro, das britische Pfund, der japanische Yen, die schwedische Krone, der neuseeländische Dollar und der Schweizer Franken.

Bei Währungen, die stärker von Ölpreisbewegungen isoliert sind – darunter der australische Dollar, der kanadische Dollar und die norwegische Krone –, hänge ein möglicher Dollar-Anstieg hingegen von der allgemeinen Risikostimmung am Markt ab.

Fed als einzige G10-Zentralbank ohne Zinserhöhungserwartung

Die BofA hebt zudem hervor, dass der Anstieg der Zinssätze ein globales Phänomen sei. Die Federal Reserve ist demnach aktuell die einzige Zentralbank unter den G10-Ländern, bei der der Markt keine Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr einpreist. Jedes weitere Auspreisen von Fed-Zinssenkungen dürfte den US-Dollar zusätzlich stützen – insbesondere angesichts erhöhter globaler Wachstumssorgen.

Die Bewegung des US-Dollars gegenüber den meisten G10-Währungen wurde zuletzt durch eine breitere Neubewertung der Zentralbankerwartungen leicht abgemildert. Für deutsche Anleger und Exporteure bleibt die Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses damit weiterhin eng an das geopolitische Geschehen und die Entwicklung der Rohstoffmärkte geknüpft.

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