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BofA empfiehlt drei Sektoren kaufen, US-Dollar verkaufen

Stratege Michael Hartnett setzt auf Rohstoffe, China und US-Zykliker – und rät klar zum Verkauf des Greenbacks.

BofA empfiehlt drei Sektoren kaufen, US-Dollar verkaufen

Die Bank of America hat eine klare Botschaft an Anleger: Wer in einem von Zoll-Turbulenzen und geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfeld richtig positioniert sein will, sollte auf drei Sektoren setzen – und gleichzeitig den US-Dollar meiden. Das empfiehlt Michael Hartnett, einer der bekanntesten Strategen der Bank of America, in einer aktuellen Mitteilung an Investoren.

Hartnetts Strategie ist das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren: Zoll-Turbulenzen, eine schwächere US-Fiskalposition sowie eine zunehmende Umschichtung aus amerikanischen Vermögenswerten heraus. Diese Entwicklungen prägen sein Bild vom aktuellen Marktumfeld und bilden die Grundlage für seine konkreten Empfehlungen.

Rohstoffe als Schutz vor Inflation und geopolitischen Risiken

Besonders deutlich positioniert sich Hartnett bei Rohstoffen. Er betrachtet diese Anlageklasse als Absicherung gegen Inflation, einen schwächeren US-Dollar und geopolitische Risiken gleichermaßen. In seiner Mitteilung formuliert er es pointiert: „Wer die Chips, Seltenen Erden, Mineralien und das Öl besitzt, gewinnt den KI-Krieg." Damit verknüpft er die klassische Rohstoff-Investitionsthese mit dem aktuellen Megatrend der Künstlichen Intelligenz – ein Argument, das bei institutionellen Anlegern zunehmend Gehör findet.

Rohstoffe gelten traditionell als Inflationsschutz, da ihre Preise in der Regel mit der allgemeinen Preisentwicklung steigen. In Zeiten eines schwächelnden Dollars werden sie für internationale Käufer zudem günstiger, was die Nachfrage und damit die Preise zusätzlich stützt. Hartnetts Verweis auf Seltene Erden und Mineralien unterstreicht dabei die strategische Dimension: Diese Materialien sind unverzichtbar für die Produktion von Halbleitern, Batterien und KI-Hardware.

China und US-Zykliker im Fokus

Neben Rohstoffen empfiehlt die Bank of America den Kauf chinesischer Aktien. Die BofA verweist in diesem Zusammenhang auf den Ausbruch des sogenannten „Chi"-Trends – ein Signal, das auf eine Trendwende oder Aufwärtsbewegung am chinesischen Aktienmarkt hindeutet. China bleibt für viele westliche Anleger ein umstrittenes Terrain, doch die BofA sieht offenbar attraktive Einstiegsmöglichkeiten, gerade vor dem Hintergrund der globalen Neuausrichtung von Kapitalströmen.

Als dritten Kaufkandidaten nennt Hartnett US-zyklische Konsumwerte. Diese Aktien aus dem Bereich des zyklischen Konsums – also Unternehmen, deren Geschäft stark von der Konjunktur abhängt – könnten von einer möglichen wirtschaftlichen Erholung profitieren. Zyklische Konsumwerte umfassen typischerweise Branchen wie Automobil, Einzelhandel, Freizeit und Tourismus.

US-Dollar als Verkaufskandidat

Auf der Verkaufsseite steht für Hartnett klar der US-Dollar. Die schwächere Fiskalposition der USA, kombiniert mit der Umschichtung internationaler Anleger aus amerikanischen Vermögenswerten, belastet die Währung strukturell. Ein schwächerer Dollar ist dabei nicht nur Risiko, sondern auch Teil der Investitionslogik: Er macht Rohstoffe attraktiver und begünstigt Schwellenländer wie China, die in Dollar verschuldete Wirtschaftsakteure beherbergen.

Die Empfehlungen von Michael Hartnett gelten in der Finanzwelt als viel beachtet. Als Chefstratege der Bank of America analysiert er regelmäßig globale Kapitalflüsse und Markttrends. Seine aktuelle Positionierung spiegelt eine breitere Skepsis gegenüber US-Vermögenswerten wider – ein Thema, das angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und handelspolitischen Spannungen auch für deutsche Privatanleger höchst relevant ist.

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