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BofA empfiehlt: Diese 2 europäischen Stahlaktien jetzt kaufen

Die Bank of America identifiziert ArcelorMittal und Voestalpine als Top-Investments im europäischen Stahlsektor. Trotz Marktherausforderungen überzeugen beide Unternehmen mit widerstandsfähigen Geschäftsmodellen.

BofA empfiehlt: Diese 2 europäischen Stahlaktien jetzt kaufen

Die Bank of America (BofA) hat ihre Favoriten im europäischen Stahlsektor bekannt gegeben. Trotz anhaltender Marktherausforderungen sehen die Analysten bei ArcelorMittal und Voestalpine attraktive Investitionsmöglichkeiten für Anleger.

ArcelorMittal: Solide Basis trotz regionaler Schwächen

Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal steht laut BofA vor einem gemischten vierten Quartal. Die Analysten erwarten ein EBITDA im Rahmen der Konsensschätzungen, sehen jedoch ein leichtes Abwärtsrisiko von etwa 2 Prozent. Ausschlaggebend dafür sind der Produktmix und die Preisrealisierung.

Besonders das Europageschäft könnte unter Druck geraten. Ein leichter Margenrückgang dürfte das Mengenwachstum im Quartalsvergleich ausgleichen, was zu stagnierenden oder sogar rückläufigen Gewinnen führen könnte. Die tatsächliche Entwicklung hängt stark von Vertragsbedingungen, Verzögerungen und saisonalen Faktoren ab.

In Nordamerika zeichnet sich ein schwierigeres Bild ab. Die Konsensprognosen zeigen einen EBITDA-Rückgang von 18 Prozent im Quartalsvergleich, was den erheblichen Preisdruck in der NAFTA-Region widerspiegelt. Auch das Brasilien-Geschäft dürfte aufgrund saisonaler Sommerfaktoren einen Quartalsrückgang von etwa 4 Prozent verzeichnen.

Eine Schlüsselvariable bleiben die Unterbrechungen in Mexiko, die bereits im dritten Quartal die Ergebnisse um rund 90 Millionen Dollar belastet haben.

Voestalpine: Österreichischer Stahlkonzern auf Kurs

Der österreichische Stahlspezialist Voestalpine schneidet in der BofA-Analyse besser ab. Die Analysten halten den EBITDA-Konsens für das dritte Quartal für angemessen und sehen sogar ein Aufwärtspotenzial von 1 Prozent.

Die Steel Division, die am stärksten den Rohstoffpreisen ausgesetzt ist, wird zwar voraussichtlich einen geringfügigen Rückgang des EBITDA pro Tonne verzeichnen. Dies liegt an schwächeren, verzögerten Preisen. Dennoch bleibt Voestalpine laut BofA auf Kurs, um etwa die Mitte ihrer EBITDA-Prognosespanne für das Geschäftsjahr 2026 von 1,45 bis 1,55 Milliarden Euro zu erreichen.

Entscheidend für das Quartal werden die realisierten Preise sein. Voestalpine profitiert dabei von einem vielfältigen Mix aus Vertragsbedingungen und verschiedenen Geschäftssegmenten, einschließlich Projekt- und Edelstählen.

Selektive Chancen im zyklischen Sektor

Die BofA-Analyse unterstreicht, dass der europäische Stahlsektor trotz struktureller Herausforderungen selektive Investitionsmöglichkeiten bietet. Während die Branche mit Preisdruck, saisonalen Schwankungen und regionalen Unterschieden kämpft, heben sich Unternehmen mit widerstandsfähigen Geschäftsmodellen und strategischer Positionierung hervor.

Für deutsche Anleger sind beide Aktien über die heimischen Börsen handelbar. ArcelorMittal ist an der Frankfurter Börse notiert, Voestalpine ist ein ATX-Schwergewicht an der Wiener Börse und ebenfalls in Frankfurt handelbar.

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