BofA: Diese Vier-Asset-Portfoliostrategie erlebt bestes Jahr seit 1933
Michael Hartnett von der Bank of America empfiehlt das „Sleep like a baby"-Portfolio – und es läuft 2026 besser als fast je zuvor.

Das klassische 60/40-Portfolio – 60 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen – gilt seit Jahrzehnten als Goldstandard für ausgewogene Anleger. Doch im Jahr 2026 gibt es laut Bank of America eine deutlich bessere Alternative. Chefstratege Michael Hartnett empfiehlt stattdessen eine gleichmäßige Aufteilung auf vier Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Cash und Rohstoffe.
Diese Strategie trägt den eingängigen Namen „Sleep like a baby"-Portfolio – zu Deutsch: „Schlafen wie ein Baby". Der Name ist Programm: Die breite Streuung über vier Bereiche soll Anleger ruhig schlafen lassen, egal was an den Märkten passiert. Und die Zahlen geben Hartnett in diesem Jahr recht.
Historisch starke Performance im Jahr 2026
Laut Bank of America erlebt das „Sleep like a baby"-Portfolio derzeit sein bestes Jahr seit 1933 – und damit seit fast einem Jahrhundert. Zudem handelt es sich um die drittbeste Performance, die diese Strategie jemals erzielt hat. Das ist eine bemerkenswerte Aussage, die das Konzept der gleichgewichteten Vier-Asset-Allokation in ein völlig neues Licht rückt.
Zum Vergleich: Das traditionelle 60/40-Portfolio hatte in den vergangenen Jahren zunehmend mit Gegenwind zu kämpfen. Insbesondere in Phasen, in denen Aktien und Anleihen gleichzeitig unter Druck gerieten – wie etwa 2022 –, zeigte die klassische Aufteilung ihre Schwächen. Eine breitere Diversifizierung, die auch Rohstoffe und Cash einschließt, kann solche Schwächephasen besser abfedern.
Vier Anlageklassen statt zwei
Das Kernprinzip der Strategie ist simpel: Anstatt das Kapital auf zwei Anlageklassen zu konzentrieren, verteilen Anleger es gleichmäßig auf vier Bereiche. Jede Anlageklasse erhält dabei denselben Anteil am Gesamtportfolio:
Aktien
– für Wachstum und Renditechancen
Anleihen
– für Stabilität und laufende Erträge
Cash
– als Puffer und für Flexibilität
Rohstoffe
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Diese Kombination sorgt dafür, dass das Portfolio in unterschiedlichen Marktphasen widerstandsfähiger ist. Rohstoffe etwa entwickeln sich häufig dann stark, wenn Aktien und Anleihen schwächeln – ein klassischer Diversifikationseffekt.
Für deutsche Privatanleger ist die Strategie besonders interessant, da sie keine komplexen Finanzprodukte erfordert. Über breit gestreute ETFs auf Aktienindizes, Anleihen-ETFs, Geldmarktfonds und Rohstoff-ETFs lässt sich ein solches Portfolio vergleichsweise einfach und kostengünstig aufbauen.
Die Empfehlung von Hartnett kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Anleger angesichts globaler Unsicherheiten nach robusten Portfoliostrategien suchen. Das „Sleep like a baby"-Portfolio liefert in diesem Umfeld offenbar genau das, was sein Name verspricht: Ruhe – und starke Renditen.


