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BofA-Analyse: Yen unter Druck, Pfund überraschend stabil

Die Bank of America warnt vor struktureller Yen-Schwäche und erklärt die rätselhafte Stärke des britischen Pfunds.

BofA-Analyse: Yen unter Druck, Pfund überraschend stabil

Die Bank of America (BofA) hat eine Doppelanalyse zu zwei der meistbeachteten Währungen der Welt veröffentlicht: dem japanischen Yen und dem britischen Pfund. Die Schlussfolgerungen könnten kaum gegensätzlicher ausfallen – während der Yen unter erheblichem Abwertungsdruck leidet, zeigt das Pfund eine Stärke, die selbst BofA-Analysten als rätselhaft bezeichnen.

Im Mittelpunkt der Yen-Analyse steht Japans strukturelle Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Nahen Osten. Hohe Rohölpreise belasten die japanische Handelsbilanz direkt und schwächen den Yen fundamental. Verschärft wird diese Situation durch die anhaltend lockere Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ), die im Gegensatz zur US-Notenbank Fed und europäischen Zentralbanken eine abwartende Haltung einnimmt.

Zusätzlich lastet politischer Druck für fiskalpolitische Konjunkturprogramme auf dem Yen – trotz begrenzter Haushaltsspielräume. Mögliche Turbulenzen am Aktienmarkt könnten zudem eine Umschichtung von Anleihen in Aktien auslösen und die Renditekurve japanischer Staatsanleihen weiter versteilern.

Yen-Intervention: Schwelle liegt weit über 160 USD/JPY

BofA erwartet als erste Reaktion der japanischen Behörden eine Devisenmarktintervention, gefolgt von einer möglichen Straffung der BoJ-Geldpolitik. Die Analysten warnen jedoch: In einem Umfeld breiter Dollar-Stärke und hoher Ölpreise droht eine solche Intervention wirkungslos zu verpuffen. Die Eingriffsschwelle dürfte demnach deutlich oberhalb von 160 USD/JPY liegen. Strukturelle Marktveränderungen haben zudem die Wahrscheinlichkeit einer Erholung durch das Auflösen von Positionen erheblich verringert.

Ein völlig anderes Bild zeigt das britische Pfund. Seit Anfang März entwickelte sich das Pfund zur zweitbesten G10-Währung gegenüber dem Dollar. BofA stuft diese Stärke ausdrücklich als technisch getrieben ein – nicht als Folge verbesserter britischer Wirtschaftsdaten.

Entscheidend ist laut BofA ein sogenannter „Regime-Wechsel

FinanzenMarktbericht

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