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Börsengang von Springer Nature steht bevor

Aktienpreis festgelegt, Finanzierungsstruktur wird optimiert und Schulden abgebaut

Börsengang von Springer Nature steht bevor

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature plant, am kommenden Donnerstag an die Börse zu gehen. Die begleitenden Investmentbanken informierten große Investoren, dass die Aktien nicht unter einem Preis von 22,50 Euro ausgegeben werden. Dieser Preis liegt in der oberen Hälfte der zuvor angegebenen Preisspanne von 21 bis 23,50 Euro, und die Nachfrage ist stark, da die Emission auf diesem Niveau vielfach überzeichnet ist. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis Dienstag, und das Debüt an der Frankfurter Börse ist für Freitag vorgesehen.

Bei einem Ausgabepreis von 22,50 Euro würde Springer Nature einen Börsenwert von nahezu 4,5 Milliarden Euro erreichen. Der gesamte Börsengang hat ein Volumen von bis zu 602 Millionen Euro, wovon 200 Millionen Euro dem Unternehmen selbst zugutekommen. Diese Emission stellt eine wichtige Möglichkeit für den Finanzinvestor BC Partners dar, der seit 2013 bei Springer Science engagiert ist und nach der Fusion mit dem Konkurrenten Macmillan im Jahr 2015 eine bedeutende Rolle im Unternehmen spielt. Holtzbrinck hält seitdem 53 Prozent der Anteile, während BC Partners 47 Prozent besitzt.

Springer Nature mit Hauptsitz in Berlin bringt jährlich 13.000 Fachbuchtitel und 3.000 Fachzeitschriften auf den Markt. Das Unternehmen ist in mehr als 40 Ländern tätig und beschäftigt weltweit etwa 9.000 Mitarbeiter. Im Rahmen des Börsengangs plant BC Partners den Verkauf von bis zu 17,9 Millionen Aktien, während die Erlöse aus einer Kapitalerhöhung von 8,9 Millionen Aktien an Springer Nature selbst fließen. Nach der Emission werden etwa 13 Prozent der Aktien im Streubesitz sein.

Laut Börsenprospekt beabsichtigt Springer Nature, die Bruttoerlöse aus dem geplanten Verkauf der neuen Aktien, die auf 200 Millionen Euro geschätzt werden, zur weiteren Reduzierung der Finanzverschuldung und zur Optimierung der Finanzierungsstruktur zu verwenden. Nach dem Angebot könnte der Verschuldungsgrad auf etwa das 2,4-Fache des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) gesenkt werden, nachdem er Ende Juni dieses Jahres noch bei 2,7 lag.

Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro, was einem Anstieg von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg um sieben Prozent auf 511 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr dieses Jahres lag der Umsatz bei 883 Millionen Euro, was einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dennoch stieg das bereinigte Betriebsergebnis auf 225 Millionen Euro.

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