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Boeing integriert Großteil von Spirit Aerosystems

Airbus erhält zentrale Standorte und Mitarbeiter für A350- und A220-Programme

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Boeing integriert Großteil von Spirit Aerosystems

Die Übernahme wesentlicher Teile des US-Flugzeugzulieferers Spirit Aerosystems durch Boeing ist vollzogen. Für 4,7 Milliarden Dollar gehen große Teile des Unternehmens an den Flugzeugbauer zurück, zu dem Spirit bis 2005 bereits gehört hatte. Die Börse reagierte positiv, die Aktie notierte leicht im Plus. Mit dem Erwerb verfolgt Boeing das Ziel, die Lieferkette für das Modell 737 MAX zu stabilisieren, nachdem Qualitätsprobleme in der Vergangenheit auch auf Mängel beim Zulieferer zurückgeführt worden waren.

Boeing-Chef Kelly Ortberg bezeichnete den Schritt als wichtigen Moment für das Unternehmen und dessen zukünftige Entwicklung. Parallel dazu übernimmt Airbus jene Bereiche von Spirit, die Komponenten für die Modelle A350, A321 und A220 fertigen. Auch dort hatte es Verzögerungen gegeben, die Auswirkungen auf die Produktion hatten. Airbus erhält rund 4000 Beschäftigte des Zulieferers und damit etwa ein Fünftel der Gesamtbelegschaft. Für die Übernahme zahlt der europäische Hersteller keinen Kaufpreis, vielmehr erhält er eine Mitgift in Höhe von 439 Millionen Dollar.

Zu den künftig zu Airbus gehörenden Standorten zählen Werke in Kinston im US-Bundesstaat North Carolina, im französischen Saint-Nazaire sowie im marokkanischen Casablanca, die an der Fertigung von Rumpf- und Flügelteilen für verschiedene Airbus-Modelle beteiligt sind. Auch die Produktionsteile in Belfast und Prestwick, die Komponenten für den A220, den A320 und den A350 liefern, werden dem europäischen Konzern zugeordnet.

Boeing übernimmt rund 15.000 Beschäftigte von Spirit. Die US-Kartellbehörde FTC hatte die Genehmigung an Bedingungen geknüpft, darunter die Vorgabe, dass die Militärflugzeug-Sparte von Spirit weiterhin auch für Wettbewerber von Boeing tätig sein muss. Um dies sicherzustellen, wird dieser Bereich nicht in das bestehende Rüstungsgeschäft integriert, sondern organisatorisch abgetrennt geführt. Der Teil des Werks in Belfast, der nicht an Airbus übertragen wird, wird künftig als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Shott Brothers operieren.

Die Produktionsstandorte in Wichita, Dallas und Tulsa sowie das Innovation Center in Prestwick werden dagegen direkt in Boeing eingegliedert. In Wichita entsteht unter anderem der Rumpf für die Boeing 737, der anschließend per Zug ins Werk nach Renton im Bundesstaat Washington transportiert wird. Weitere frühere Spirit-Einheiten, darunter die Tochter in Subang in Malaysia sowie Fiber Materials, waren zuvor veräußert worden.

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