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Boeing erhält 2,8 Milliarden Dollar Auftrag für südkoreanische F-15 Jets

US-Verteidigungsministerium vergibt Großauftrag zur Modernisierung der südkoreanischen Luftwaffe bis 2037

Boeing erhält 2,8 Milliarden Dollar Auftrag für südkoreanische F-15 Jets

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat einen bedeutenden Vertrag über 2,8 Milliarden Dollar zur Modernisierung der F-15K-Kampfjetflotte der südkoreanischen Luftwaffe erhalten. Das US-Verteidigungsministerium gab den Auftrag am Freitag bekannt. Die Arbeiten sollen bis Ende 2037 abgeschlossen werden.

Der hybride Vertrag kombiniert Cost-Plus-Fixed-Fee- und Fixed-Price-Incentive-Elemente und umfasst das Design sowie die Entwicklung integrierter Flugzeugsysteme für die südkoreanische F-15K-Flotte. Die Republik Korea setzt seit Jahren auf die F-15-Plattform als Rückgrat ihrer Luftverteidigung. Mit der Modernisierung sollen die Jets technologisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die gesamte Entwicklung und Produktion wird in Boeings Werk in St. Louis, Missouri, durchgeführt. Das Projekt wird vom Air Force Life Cycle Management Center auf der Wright-Patterson Air Force Base in Ohio überwacht. Eine erste Tranche von 540 Millionen Dollar wurde bereits für das Vorhaben bereitgestellt.

Vergabe im Rahmen des Foreign Military Sales Programms

Der Auftrag wurde als Alleinvergabe im Rahmen des US-Programms für ausländische Militärverkäufe (Foreign Military Sales) akquiriert. Dieses Programm ermöglicht verbündeten Nationen den Kauf amerikanischer Rüstungsgüter unter staatlicher Aufsicht. Südkorea gehört zu den wichtigsten Partnern der USA in der Region und investiert kontinuierlich in die Modernisierung seiner Streitkräfte.

Parallel zum Hauptauftrag erhielt Boeing eine Vertragsänderung über 25,5 Millionen Dollar für die US-Marine. Dieser Zusatzauftrag betrifft die Produktion und Lieferung von 16 austauschbaren Waffensystem-Baugruppen des Infrarot-Such- und Verfolgungspods (IRST) Block II. Das System ermöglicht die passive Ortung und Verfolgung von Luftzielen ohne den Einsatz von Radar.

Produktion in zwei US-Standorten

Die IRST-Arbeiten werden hauptsächlich in St. Louis, Missouri (79,7 Prozent), und Santa Ana, Kalifornien (20,3 Prozent), durchgeführt. Der Auftrag umfasst 16 Treibstofftank-Baugruppen, 16 Sensorbaugruppen-Strukturen sowie die abschließende Systemintegration und Abnahmeprüfung. Die Fertigstellung ist bis August 2028 geplant.

Das Projekt unterstützt die anfängliche Kleinserienproduktion Los Acht für die US-Marine. Die Finanzierung erfolgt aus Beschaffungsmitteln für Flugzeuge des Fiskaljahres 2024. Auch dieser Vertrag wurde nicht wettbewerbsorientiert vergeben, was bei spezialisierten Rüstungsprojekten üblich ist.

Für Boeing bedeuten beide Aufträge eine wichtige Auslastung des Verteidigungsgeschäfts über die kommenden Jahre. Der Konzern steht derzeit im zivilen Bereich unter Druck und profitiert von der stabilen Nachfrage im Militärsektor.

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