Boeing 737 MAX: Verkabelungsmängel verzögern Auslieferungen erneut
Beschädigte Verkabelungen in neu gebauten Maschinen bremsen Boeings Bemühungen, die Auslieferungsrate der 737 MAX zu steigern.

Boeing hat einen neuen Rückschlag bei der Auslieferung seiner 737-MAX-Flugzeuge eingesteckt. Der US-Flugzeughersteller entdeckte beschädigte Verkabelungen in noch nicht ausgelieferten Maschinen und führt das Problem auf einen Bearbeitungsfehler in der Produktion zurück. Die Aktie reagierte prompt: Boeing-Papiere verloren am Dienstag 3,2 Prozent an Wert.
Das Unternehmen hält sich mit Details zurück. Boeing machte keine Angaben dazu, wie viele Flugzeuge betroffen sind oder welche konkreten Reparaturmaßnahmen notwendig werden. Eine Unternehmenssprecherin erklärte lediglich, dass die Ausbesserungen an jedem betroffenen Flugzeug innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden könnten.
Auswirkungen auf die Auslieferungsziele
Die Verzögerung dürfte die Gesamtzahl der Auslieferungen im laufenden Monat spürbar belasten. Boeing hält dennoch an seinem Jahresziel fest: Rund 500 Maschinen des Typs 737 MAX sollen 2026 an Kunden übergeben werden. Für den Konzern, der seit Jahren mit Produktionsproblemen und dem Imageschaden nach zwei tödlichen Abstürzen kämpft, ist jede weitere Verzögerung ein empfindlicher Rückschlag.
Auch die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) ist eingeschaltet. Die Behörde bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass sie die Angelegenheit untersuche. Für europäische Fluggesellschaften, die 737-MAX-Maschinen bestellt haben, könnte sich die Wartezeit auf neue Flugzeuge damit weiter verlängern.
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Zur AktienanalyseDie 737 MAX ist Boeings meistgefragtes Modell und das Rückgrat der Auslieferungsstrategie des Konzerns. Produktionsprobleme, Qualitätsmängel und behördliche Auflagen hatten in der Vergangenheit bereits wiederholt für Verzögerungen gesorgt. Der nun entdeckte Verkabelungsmangel reiht sich in eine Serie von Qualitätsproblemen ein, die Boeing seit Jahren begleiten.


