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Boeing 737 MAX 7 und MAX 10: FAA weist Vorwürfe zurück

Die US-Luftfahrtbehörde FAA wehrt sich gegen Kritik an verzögerter Zulassung zweier Boeing-Modelle. FAA-Chef Bryan Bedford macht deutlich: Die Behörde stelle ausreichend Ressourcen bereit, Boeing müsse nun liefern.

Boeing 737 MAX 7 und MAX 10: FAA weist Vorwürfe zurück

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) sieht sich nicht als Bremsklotz bei der Zertifizierung der Boeing 737 MAX 7 und MAX 10. FAA-Administrator Bryan Bedford stellte am Mittwoch in Washington klar, dass die Behörde erhebliche Ressourcen bereitgestellt habe, um Boeing bei der Zulassung zu unterstützen. "Wir können ihnen nur helfen, dorthin zu gelangen, aber sie müssen die Arbeit leisten, und sie leisten die Arbeit", erklärte Bedford vor Reportern.

FAA genehmigt nächste Testphase

Anfang Januar genehmigte die FAA bereits den Übergang der MAX 10 in die zweite Phase der Flugerprobung – ein wichtiger Meilenstein im lange verzögerten Zulassungsprozess. Boeing selbst zeigt sich zuversichtlich und rechnet damit, die Zertifizierung für beide Varianten noch in diesem Jahr abzuschließen. Die MAX 7 ist die kleinste, die MAX 10 die größte Variante des beliebten Schmalrumpfflugzeugs.

Über 1.200 Bestellungen für MAX 10

Das Interesse der Fluggesellschaften an der MAX 10 ist beträchtlich: Laut dem Luftfahrtdatenanalyseunternehmen Cirium hat Boeing mehr als 1.200 Bestellungen für dieses Modell in seinem Auftragsbestand. Anfang Januar orderte Alaska Airlines zusätzlich 105 MAX 10-Flugzeuge. CEO Ben Minicucci zeigte sich dabei überzeugt, dass die Zulassung noch 2025 erfolgen wird.

Neue Produktionslinie in Everett

Boeing bereitet sich bereits auf die Produktion vor: Die MAX 10 soll in einer neuen Montagelinie im Werk Everett, Washington, gefertigt werden – der sogenannten 737 North Line. Das Flugzeug ist zu lang für eine effiziente Montage im traditionellen 737-Werk in Renton, wo Boeing seit 1966 die Baureihe produziert. Mitte Januar schrieb der Konzern bereits Stellen für Schichtleiter der neuen Produktionslinie aus.

Technische Herausforderungen verzögern Zulassung

Bei der Zertifizierung beider Modelle kam es zu Verzögerungen aufgrund eines Problems mit der Triebwerksenteisung. Auch beim Großraumflugzeug 777X erlebte Boeing ähnliche Rückschläge im Zulassungsprozess. Im Oktober 2024 erlaubte die FAA Boeing jedoch, die MAX-Produktion von 38 auf 42 Flugzeuge pro Monat zu erhöhen – ein Zeichen wachsenden Vertrauens.

Reform des Zulassungsprozesses geplant

Sowohl Bedford als auch sein Vorgänger Mike Whitaker fordern Reformen des Zertifizierungsprozesses. Die FAA arbeitet in sogenannten "Skunk Works"-Projekten mit der Industrie zusammen, um Abläufe zu straffen. "Ich werde das Ergebnis nicht vorwegnehmen", sagte Bedford zu den laufenden Initiativen. Boeing selbst äußerte sich zunächst nicht zu Bedfords Aussagen.

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