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BMW trotzt der Krise im Automarkt

Wachstum in Europa, Rückschläge in China – jeder Markt erzählt eine andere Geschichte

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BMW trotzt der Krise im Automarkt

BMW trotzt der Flaute auf den weltweiten Automärkten und kann sich im ersten Halbjahr stabil behaupten. Mit einem Absatz von rund 1,2 Millionen Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce liegt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr lediglich bei einem halben Prozent. Im zweiten Quartal konnte der Münchner Autobauer den Absatz sogar leicht um 0,4 Prozent steigern – trotz widriger Marktbedingungen in China und Nordamerika sowie zusätzlicher Zölle in den USA.

Im direkten Vergleich mit anderen deutschen Premiumherstellern steht BMW gut da. Während Audi mit einem weltweiten Rückgang von sechs Prozent auf 783.500 Fahrzeuge zu kämpfen hat, verliert Mercedes-Benz sogar acht Prozent und kommt auf 1,08 Millionen verkaufte Pkw und Vans. Der VW-Konzern schneidet insgesamt am besten ab: Mit einem leichten Plus von 1,3 Prozent und 4,4 Millionen verkauften Autos behauptet er sich in einem schwierigen Umfeld, insbesondere dank seiner Kernmarke VW und der Tochter Skoda.

Besonders hart trifft der Verdrängungswettbewerb die deutschen Hersteller in China, dem weltweit größten Automarkt. BMW verzeichnet dort ein Minus von 15,5 Prozent auf 318.000 Fahrzeuge, Mercedes-Benz 14 Prozent und Audi gut zehn Prozent. Lediglich der VW-Konzern kann sich mit einem Rückgang von nur 2,3 Prozent vergleichsweise gut behaupten. Im zweiten Quartal geht es dort sogar leicht aufwärts – unter anderem durch eine stärkere Ausrichtung auf Verbrennerfahrzeuge.

In Nordamerika hingegen gelingt nur BMW ein Zuwachs: 2,7 Prozent mehr Fahrzeuge, insgesamt 193.000, konnten abgesetzt werden. Audi, Mercedes-Benz und der VW-Konzern verzeichnen hier allesamt Rückgänge im einstelligen Bereich. Der Erfolg von BMW dürfte allerdings auch mit hohen Kosten verbunden sein – bislang gibt der Hersteller die Zölle nicht an Kunden weiter.

In Europa zeigt sich das Bild freundlicher: BMW steigert den Absatz um 8,2 Prozent auf fast eine halbe Million Fahrzeuge. Auch der VW-Konzern legt leicht zu. Die chinesische Konkurrenz spielt hier bislang eine untergeordnete Rolle, während ein wiedererstarkter Elektrotrend die deutschen Hersteller beflügelt. BMW kann bei Elektrofahrzeugen um 16 Prozent auf 220.500 Einheiten zulegen, Audi kommt auf 101.000 Fahrzeuge, während Mercedes-Benz mit einem Minus von 14 Prozent klar zurückfällt.

Auffällig ist die regionale Verteilung der Elektrozulassungen. Vor allem in Europa finden die Stromer Käufer – bei BMW sind es über die Hälfte, beim VW-Konzern sogar rund drei Viertel. In China dagegen dominieren heimische Anbieter mit günstigen Preisen und breiter Modellpalette.

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