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BMW's Elektroauto-Revolution in München

Die "Neue Klasse" und ambitionierte Ziele - BMW treibt die Elektrifizierung voran

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BMW's Elektroauto-Revolution in München

BMW plant, sein Stammwerk in München bis 2027 vollständig auf die Produktion von Elektroautos umzustellen. Dieser ehrgeizige Schritt wurde von Milan Nedeljkovic, dem Produktionsvorstand des Unternehmens, angekündigt. Bereits in den nächsten drei Jahren sollen die letzten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in der Montagehalle neben der Konzernzentrale vom Band laufen. Anschließend wird das Werk ausschließlich Elektroautos der "Neuen Klasse" produzieren, die BMW derzeit entwickelt und voraussichtlich Ende 2025 auf den Markt bringen wird.

Die erste Limousine dieser neuen Generation Elektroautos wurde bereits im vergangenen August auf der Automesse IAA in München vorgestellt. Um die Produktionseinrichtungen für diese Elektrofahrzeuge umzustellen, plant BMW, 650 Millionen Euro zu investieren, um die langfristige Zukunft der Automobilproduktion in München zu sichern.

Die Entscheidung, das älteste BMW-Werk auf Elektromobilität umzustellen, kommt nicht überraschend. Bereits im Jahr 2021 hatte das Unternehmen die Produktion von Verbrennungsmotoren aus München abgezogen und in andere Länder verlagert. Zusätzlich zur Elektrofahrzeugproduktion im Werk gibt es auch den i4, eine Elektrovariante der 3er-Limousine, die traditionell in München hergestellt wurde. Tatsächlich hat heute jedes zweite Fahrzeug, das in München gebaut wird, einen Elektroantrieb.

Die Elektrolimousinen der "Neuen Klasse" werden sowohl die bestehenden Modellreihen als auch das Werk ab Ende 2027 vollständig ersetzen. BMW ist zuversichtlich, dass die Fahrzeuge sich in der Erprobung befinden und der Zeitplan eingehalten wird. Bis dahin werden die rund 8000 Mitarbeiter des Werks vollständig auf die Fertigung von Elektrofahrzeugen umgeschult sein. Derzeit können in München jährlich bis zu 200.000 Autos hergestellt werden.

BMW hat ehrgeizige Ziele für die Elektromobilität. Bis 2030 plant das Unternehmen, mindestens 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr zu produzieren. Obwohl derzeit 85 Prozent der Fahrzeugverkäufe auf Verbrennungsmotoren entfallen, plant Konzernchef Oliver Zipse, bis 2030 mehr als die Hälfte des Absatzes mit Elektroautos zu generieren und insgesamt eine Jahresproduktion von drei Millionen Autos zu erreichen. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten hat BMW jedoch keinen festen Zeitpunkt für den Ausstieg aus dem Geschäft mit Verbrennungsmotoren bekannt gegeben.

BMW plant auch den Bau eines neuen Werks in Debrecen, Ungarn, das 2025 in Betrieb gehen soll, um die Produktion der "Neuen Klasse" zu unterstützen. Dies zeigt, dass das Unternehmen weiterhin auf eine breite Palette von Antriebstechnologien setzt, einschließlich Brennstoffzellenfahrzeugen, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts auf den Markt kommen könnten. BMW bleibt also seinem Engagement für die Vielfalt der Antriebsoptionen treu, während es gleichzeitig eine nachhaltige Zukunft für die Elektromobilität anstrebt.

BMWMünchenElektrofahrzeuge

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