BMW glaubt an die Brennstoffzelle
Entgegen dem Trend zur reinen Batterieelektrik setzt der Autobauer weiter auf die Brennstoffzelle

In einem mutigen Schritt, der die Strategie des traditionsreichen Münchener Autobauers unterstreicht, festigt BMW seine Zukunftsvision durch das Festhalten an der Brennstoffzellentechnologie. Während andere Hersteller sich zunehmend auf batterieelektrische Fahrzeuge konzentrieren, bestätigte BMW-Chef Oliver Zipse kürzlich die Entschlossenheit seines Unternehmens, diese alternative Technologie als zweite Säule der Elektromobilität voranzutreiben. Dieser Weg ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil Zipse sich gegen den Trend stellt, ein Auslaufdatum für Verbrennungsmotoren festzulegen, was von vielen in der Branche praktiziert wird.
Zipse, der bekannt dafür ist, gegen den Strom zu schwimmen, sieht insbesondere nach seinem letzten Asien-Besuch großes Potential in der Brennstoffzelle – trotz wachsender Skepsis seitens des langjährigen Entwicklungspartners Toyota. Während Toyota die Brennstoffzellentechnologie mittlerweile primär für Nutzfahrzeuge in Betracht zieht, nachdem der Verkaufserfolg ihrer Brennstoffzellenautos hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, behält BMW die Pkw im Blick.
Die Gelegenheit für BMW könnte in den großen Geländewagen liegen, die in Regionen mit unzureichender Ladeinfrastruktur eine attraktive Alternative darstellen könnten, insbesondere wenn es um die Nutzung von grünem Wasserstoff geht. Doch obwohl das Potential in Gebieten wie Südeuropa oder Kalifornien besteht, wo grüner Wasserstoff theoretisch in ausreichender Menge hergestellt werden könnte, bleiben die Herausforderungen bestehen. Neben dem hohen Energieverlust bei der Herstellung von grünem Wasserstoff stellt sich die Frage, wie knapp dieses Gut letztendlich bleiben wird.
Derweil treibt die Industrie, insbesondere die Autoindustrie, ihre Lieferketten an, die Dekarbonisierung voranzutreiben und Wasserstoff als Mittel zum Ziel zu etablieren. Von der Stahlproduktion über die Luftfahrt bis hin zum Schienen- und Güterverkehr, alle scheinen einen Pfad in Richtung Wasserstoffeinsatz zu beschreiten. Diese Entwicklung könnte durchaus auch Raum für die Brennstoffzellentechnologie in einzelnen BMW-Geländewagen lassen.
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Zur AktienanalyseDie Zukunft der Mobilität bleibt ungewiss, und während momentan Batterien als effizientere Alternative angesehen werden, könnte sich das Blatt wenden, etwa wenn Exportbeschränkungen kritischer Rohstoffe aus China die Produktion batterieelektrischer Fahrzeuge beeinträchtigen. Dass BMW an der Brennstoffzelle festhält, könnte sich als kluger Schachzug erweisen, solange es nicht zulasten der Batterietechnologieentwicklung geht. Denn im Vergleich zu anderen scheint BMW den "Luxus" zu haben, beide Technologien parallel zu entwickeln und somit ein breiteres Spektrum zukunftssicherer Antriebsoptionen zu erforschen.


