ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Blue Origin landet wiederverwendeten New-Glenn-Booster und fordert SpaceX heraus

Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen erreicht historischen Meilenstein bei der Wiederverwendbarkeit seiner Schwerlastrakete New Glenn.

Blue Origin landet wiederverwendeten New-Glenn-Booster und fordert SpaceX heraus

Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, hat am Sonntag, dem 19. April 2026, einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Der Booster der New-Glenn-Rakete landete nach dem Start erfolgreich – zum ersten Mal handelte es sich dabei um einen bereits zuvor eingesetzten Booster. Damit demonstriert das Unternehmen erstmals die echte Wiederverwendbarkeit seiner Schwerlastrakete.

Die Rakete hob gegen 7:25 Uhr Ortszeit (11:25 Uhr GMT) vom Startgelände in Cape Canaveral, Florida, ab. Das Startfenster war für den Zeitraum zwischen 6:45 Uhr und 12:19 Uhr ET vorgesehen. Bereits rund zehn Minuten nach dem Start landete der Booster erfolgreich – ein präzises Manöver, das die technische Reife des Systems unterstreicht.

Die Mission mit dem Namen NG-3 beförderte den Satelliten BlueBird 7 des Unternehmens AST SpaceMobile in eine niedrige Erdumlaufbahn. Für Blue Origin war dies ein entscheidender Schritt, um die Zuverlässigkeit der 29 Stockwerke hohen New-Glenn-Rakete unter Beweis zu stellen und damit ernsthaft mit der etablierten Falcon-9-Rakete von Elon Musks SpaceX zu konkurrieren.

Der Booster mit dem Star-Wars-Namen

Der wiederverwendete Booster trägt den Namen „Never Tell Me the Odds" – eine Anspielung auf ein berühmtes Zitat von Han Solo aus dem Film „Star Wars: Das Imperium schlägt zurück". Dieser Booster war bereits bei der NG-2-Mission im November 2025 zum Einsatz gekommen und wurde damals erfolgreich geborgen. Diese Bergung legte den Grundstein für den nun gelungenen historischen Wiederverwendungsflug.

Nach einer Reihe von Verzögerungen Anfang April findet die Mission in einer Phase verstärkter Aktivitäten im globalen Raumfahrtsektor statt. So absolvierte die NASA zuletzt mit der Artemis-II-Mission einen erfolgreichen Mondvorbeiflug, bei dem Menschen weiter von der Erde entfernt waren als jemals zuvor in der Geschichte der Raumfahrt.

Blue Origin hatte im November angekündigt, eine größere und leistungsstärkere Variante der Rakete namens New Glenn 9x4 zu entwickeln. Die New Glenn ist für das obere Segment des kommerziellen Startmarktes konzipiert und verfügt über eine sieben Meter breite Nutzlastverkleidung, die den Transport sperrigerer Lasten sowie mehrerer Satelliten in einer einzigen Mission ermöglicht.

AST SpaceMobile baut Satellitenkonstellation aus

Der mit dieser Mission in den Orbit gebrachte BlueBird 7 ist der zweite Satellit der Block-2-Konstellation der nächsten Generation von AST SpaceMobile. Laut Unternehmensangaben verfügt der Satellit über das größte kommerzielle Kommunikations-Array, das bisher in einer niedrigen Erdumlaufbahn eingesetzt wurde.

Der Satellit ist darauf ausgelegt, eine direkte Verbindung zu herkömmlichen Smartphones herzustellen. Damit ist er Teil des ambitionierten Vorhabens, ein weltraumbasiertes Mobilfunk-Breitbandnetz aufzubauen – vergleichbar mit Amazons LEO-Projekt oder Starlinks Satellitennetz von SpaceX.

AST SpaceMobile verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 eine Konstellation von 45 bis 60 solcher Satelliten im Orbit zu betreiben. Die erfolgreiche NG-3-Mission ist damit nicht nur ein Meilenstein für Blue Origin, sondern auch ein wichtiger Schritt für AST SpaceMobile auf dem Weg zu einem globalen Satelliten-Mobilfunknetz.

Blue OriginNew GlennBooster LandungSpacex KonkurrenzAst SpacemobileBluebird 7Wiederverwendbare Rakete

Disclaimer