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Blackstone und BlackRock: Warum Private Credit kein K.o.-Schlag ist

Trotz massiver Rücknahmeanträge bei ihren Private-Credit-Fonds bleiben Blackstone und BlackRock dank breiter Aufstellung widerstandsfähig.

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Blackstone und BlackRock: Warum Private Credit kein K.o.-Schlag ist

Blackstone und BlackRock stehen unter Druck. Im ersten Quartal meldeten beide Fondsriesen einen sprunghaften Anstieg der Rücknahmeanträge bei ihren Flaggschiff-Fonds für nicht börsennotierte Private-Credit-Anlagen. Diese Fonds richten sich vor allem an wohlhabende Privatanleger und gelten als wichtige Wachstumsstrategie der beiden Häuser.

Doch die Geschichte hat noch eine zweite Seite: Während das Kreditgeschäft unter Druck steht, verzeichnete der nicht börsennotierte Immobilien-Flaggschiff-Fonds von Blackstone zuletzt den besten Monat bei den Mittelzuflüssen seit Jahren. Das zeigt die Stärke breit aufgestellter Asset-Manager, die Schwächen in einem Segment durch Stärken in anderen auffangen können.

Unterschiedliche Strategien im Umgang mit Rücknahmen

Bei der Handhabung der Rücknahmewünsche gingen beide Unternehmen verschiedene Wege. Der Blackstone Private Credit Fund (Bcred) entschied sich, Rücknahmen von nahezu 8 Prozent des Fondsvolumens zuzulassen – und überschritt damit bewusst die ursprüngliche Obergrenze von 5 Prozent. Der HPS Corporate Lending Fund von BlackRock (Hlend) hingegen hielt konsequent an seinem 5-Prozent-Limit fest.

Beide Ansätze haben ihre Logik. Mehr Liquidität zu gewähren kann Anleger beruhigen und Vertrauen signalisieren – birgt aber das Risiko, weitere Rückforderungen zu begünstigen. Wer das Limit beibehält, setzt ein klares Zeichen der Stabilität, riskiert aber Frustration bei ausreisewilligen Investoren. In beiden Fällen ist Marktpsychologie der entscheidende Faktor.

Kreditqualität bleibt vorerst stabil

Ein wichtiges Detail: Während des Rücknahmezeitraums meldete keines der Unternehmen einen nennenswerten Anstieg notleidender oder riskanter Kredite. Die Grundlage der Portfolios ist also noch intakt. Dennoch gibt es genug externe Faktoren, die Anleger verunsichern – darunter Abschreibungen und Kreditverluste bei anderen Kreditfonds, insbesondere im schwächelnden Softwaresektor.

Für deutsche Privatanleger, die über Dachfonds oder Vermögensverwalter in solche Strukturen investiert sind, bleibt die Botschaft klar: Private Credit ist kein monolithisches Risiko, sondern ein Segment innerhalb eines breiten Portfolios. Die Größe und Diversifikation von Häusern wie Blackstone und BlackRock sind in turbulenten Phasen ihr stärkstes Argument.

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