Blackstone, CVC und MUFG bieten um Beteiligung an Vietnams MoMo
Drei internationale Finanzschwergewichte buhlen um einen Anteil am führenden vietnamesischen Fintech-Unternehmen MoMo.

Der vietnamesische Zahlungsdienstleister MoMo zieht das Interesse globaler Investoren auf sich. Wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, gehören der US-amerikanische Vermögensverwalter Blackstone, der europäische Private-Equity-Riese CVC Capital Partners sowie die japanische Großbank MUFG zu den Bietern für eine Beteiligung am Unternehmen. MoMo treibt damit aktiv einen Teilverkauf seiner Anteile voran.
Die Informationen stammen aus anonymen Quellen, da die Verhandlungen vertraulich behandelt werden. Verbindliche Gebote werden laut den Insidern für September erwartet. MoMo, CVC und MUFG reagierten zunächst nicht auf Anfragen für eine Stellungnahme, während Blackstone keinen Kommentar abgab.
Starkes Interesse internationaler Finanzinvestoren
Das Interesse von gleich drei namhaften internationalen Investoren unterstreicht die wachsende Bedeutung des vietnamesischen Fintech-Marktes. MoMo gilt als eines der führenden digitalen Zahlungsunternehmen in Vietnam und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Akteur im südostasiatischen Digitalzahlungsmarkt entwickelt. Das Unternehmen bietet seinen Nutzern eine breite Palette an Finanzdienstleistungen über eine mobile App an.
Blackstone ist einer der weltgrößten alternativen Vermögensverwalter mit Sitz in New York und verwaltet ein Vermögen in Billionenhöhe. CVC Capital Partners ist ein führendes europäisches Private-Equity-Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung in Wachstumsmärkten. MUFG – die Mitsubishi UFJ Financial Group – ist eine der größten Bankengruppen Japans und weltweit und verfügt über eine starke Präsenz in der gesamten asiatisch-pazifischen Region.
Vietnam als aufstrebender Fintech-Markt
Vietnam hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte in Südostasien entwickelt. Eine junge, technikaffine Bevölkerung und eine rasch steigende Smartphone-Durchdringung treiben die Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen stark an. Für internationale Investoren bietet der Markt attraktive Wachstumsperspektiven, die in gesättigten westlichen Märkten kaum noch zu finden sind.
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Zur AktienanalyseDer geplante Teilverkauf von MoMo reiht sich in eine Reihe von Transaktionen ein, bei denen etablierte Fintech-Unternehmen aus Schwellenländern strategische Investoren suchen, um ihr weiteres Wachstum zu finanzieren und von deren Netzwerken zu profitieren. Für deutsche Privatanleger ist die Transaktion ein weiteres Signal dafür, dass der südostasiatische Digitalfinanzmarkt zunehmend in den Fokus globaler Großinvestoren rückt.
Die endgültige Entscheidung über den Verkauf einer Beteiligung an MoMo dürfte erst nach Eingang der verbindlichen Gebote im September fallen. Bis dahin bleiben die genauen Konditionen und der mögliche Bewertungsrahmen des Unternehmens unklar.


