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BlackRock verliert 5 Milliarden Euro: Niederländischer Pensionsfonds beendet Mandat

PME-Gruppe zieht Gelder ab – zweiter großer Verlust in drei Monaten

BlackRock verliert 5 Milliarden Euro: Niederländischer Pensionsfonds beendet Mandat

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat ein weiteres bedeutendes europäisches Mandat verloren. Die niederländische PME-Gruppe, die Altersvorsorgegelder in Höhe von 59 Milliarden Euro für Arbeitnehmer im Metall- und Technologiesektor verwaltet, beendet nach monatelanger Prüfung die Zusammenarbeit mit dem US-Konzern. Dabei geht es um ein Volumen von rund 5 Milliarden Euro.

Die Entscheidung fiel nach einer umfassenden Überprüfung der Geschäftsbeziehung. PME betonte zwar, dass BlackRock "viele Jahre lang qualitativ hochwertige Dienstleistungen" erbracht habe. Dennoch priorisiert der Pensionsfonds künftig externe Manager, die "am besten mit unserer Vision und unseren Grundsätzen übereinstimmen". Im Fokus stehen dabei Nachhaltigkeitskriterien und das Abstimmungsverhalten bei Hauptversammlungen.

Die PME-Gruppe strebt ein konzentrierteres Portfolio an, um "ein verbessertes Gleichgewicht zwischen Risiko, Rendite und Nachhaltigkeit" zu erreichen. Künftig setzt der Fonds nur noch zwei statt drei externe Vermögensverwalter für seine Aktienportfolios ein, was nebenbei auch die Kosten senken soll.

Zweiter Verlust binnen drei Monaten

Für BlackRock ist es bereits der zweite schmerzhafte Abgang in den Niederlanden innerhalb kurzer Zeit. Erst im September hatte der Pensionsfonds für Beschäftigte im Gesundheitswesen (PFZW) rund 14 Milliarden Euro von dem US-Vermögensverwalter abgezogen. PFZW verwaltet insgesamt 255 Milliarden Euro und begründete den Schritt ebenfalls mit einem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit.

Trotz der Verluste verwies BlackRock darauf, dass man weiterhin mehr als 350 Milliarden Euro für niederländische Kunden verwalte. Der Konzern zeigte sich "dankbar für die Gelegenheit, PME und seinen Mitgliedern gedient zu haben".

Spagat zwischen Europa und USA

Die Entwicklung verdeutlicht die zunehmende Kluft zwischen europäischen und amerikanischen Ansätzen bei nachhaltigen Investments. Während europäische Investoren verstärkt auf ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) setzen, haben sich große US-Vermögensverwalter in den vergangenen Jahren von diesem Ansatz distanziert.

Hintergrund sind Klagen republikanisch kontrollierter Pensionsfonds und Staatskassen, die den Vermögensverwaltern eine "woke" Agenda vorwerfen. Diese Vorwürfe wiesen die Manager zwar als "absurd" zurück, zogen sich aber dennoch aus ESG-Investments zurück. Allein in den USA wurden Milliarden von Dollar von Gruppen wie BlackRock abgezogen.

Dieser Rückzug hat paradoxerweise dazu geführt, dass europäische Vermögensinhaber nach Alternativen suchen. Im Februar zog bereits die britische People's Pension 28 Milliarden Pfund von State Street ab und begründete dies mit der Priorisierung von "Nachhaltigkeit, aktiver Verwaltung und langfristiger Wertschöpfung".

Druck auch in den USA

Parallel geraten auch einige US-Pensionsfonds unter Druck, sich von BlackRock zu trennen. Die Debatte um nachhaltige Investments und die Rolle großer Vermögensverwalter dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen. Für BlackRock, das weltweit 13,5 Billionen Dollar verwaltet, bedeuten die europäischen Abgänge zwar prozentual kleine Verluste, sie signalisieren aber einen möglichen Trend.

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