BlackRock knackt 14-Billionen-Dollar-Marke – Rekord-AUM dank Marktrallye
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock erreicht mit 14,04 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen einen historischen Höchststand. Die Aktie legte vorbörslich um 2,5 Prozent zu.

BlackRock hat im vierten Quartal 2024 einen beeindruckenden Meilenstein erreicht: Das verwaltete Vermögen (Assets under Management, AUM) kletterte auf 14,04 Billionen US-Dollar – ein neuer Rekordwert. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 11,55 Billionen Dollar. Die Aktie des weltgrößten Vermögensverwalters reagierte positiv und stieg im vorbörslichen Handel um 2,5 Prozent.
Die starke Performance ist mehreren Faktoren geschuldet: Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz, sinkende Zinsen und stabiles Wirtschaftswachstum trieben die US-Aktienmärkte an. Anleger investierten verstärkt in kostengünstige Indexstrategien zurück, was BlackRock als führendem ETF-Anbieter zugutekam.
Rekord-Nettozuflüsse von 698 Milliarden Dollar
Für das Gesamtjahr verzeichnete BlackRock Nettozuflüsse in Rekordhöhe von 698,26 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal allein beliefen sich die langfristigen Nettozuflüsse auf etwa 267,8 Milliarden Dollar. Das ETF-Geschäft erwies sich dabei als wichtigster Wachstumsmotor.
Bei den Produktkategorien zeigt sich ein ausgewogenes Bild: Aktienprodukte zogen 126,05 Milliarden Dollar an (Vorjahr: 126,57 Milliarden), während festverzinsliche Produkte mit 83,77 Milliarden Dollar stark zulegten. Die dovische Haltung der US-Notenbank Federal Reserve und die nachlassende Inflation begünstigten die Nachfrage nach Anleiheprodukten.
Performance-Gebühren steigen um 67 Prozent
Ein besonders positiver Aspekt: Die Performance-Gebühren schnellten im Berichtszeitraum um 67 Prozent auf 754 Millionen Dollar hoch. Bereits im dritten Quartal war hier ein Anstieg von fast 33 Prozent zu verzeichnen. Dies unterstreicht die erfolgreiche Anlagestrategie des Unternehmens.
Dennoch hinkt die BlackRock-Aktie 2025 dem breiten Markt hinterher: Mit einem Plus von 4,4 Prozent liegt sie deutlich unter der Performance des S&P 500 Index.
Strategischer Schwenk zu Privatmärkten
BlackRock diversifiziert sein Geschäftsmodell strategisch. Statt sich ausschließlich auf margenschwache Indexprodukte zu konzentrieren, setzt der Konzern verstärkt auf höhermargige Geschäftsbereiche wie Privatmärkte, Immobilien und Infrastruktur. Besonderes Augenmerk liegt auf KI-bezogenen Vermögenswerten wie Rechenzentren und Energieinfrastruktur.
Das Privatmarkt-Geschäft zog im vierten Quartal Zuflüsse von 12,71 Milliarden Dollar an. BlackRock hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 kumuliert 400 Milliarden Dollar in Privatmärkten einzusammeln. Private Vermögenswerte generieren deutlich höhere Gebühren als börsengehandelte Fonds und sollen stabilere Einnahmequellen erschließen.
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Zur AktienanalyseAltersvorsorge mit privaten Assets
Ein innovativer Schritt: BlackRock plant, private Vermögenswerte in Altersvorsorgepläne zu integrieren. Dies könnte größere, längerfristige Kapitalpools erschließen und das margenstärkere Geschäft weiter ausbauen.
Die ETF-Sparte iShares bleibt jedoch das Kerngeschäft von BlackRock. Exchange Traded Funds erfreuen sich bei Anlegern wachsender Beliebtheit, da sie kostengünstiges und diversifiziertes Engagement über verschiedene Märkte hinweg ermöglichen. Die Aussicht auf weitere Zinssenkungen der Federal Reserve dürfte die Märkte auch künftig stützen.


