BlackRock greift QQQ an: iShares Nasdaq 100 ETF startet diese Woche
Der ETF-Gigant BlackRock bringt mit dem iShares Nasdaq 100 ETF (IQQ) einen direkten Konkurrenten zum 488-Milliarden-Dollar-Schwergewicht QQQ auf den Markt.

BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter und Betreiber der bekannten iShares-Fondsfamilie, macht dem Invesco QQQ Trust ETF (QQQ) Konkurrenz. An diesem Donnerstag bringt BlackRock den iShares Nasdaq 100 ETF unter dem Kürzel IQQ auf den Markt – ein direkter Angriff auf eines der erfolgreichsten ETF-Produkte der Welt.
Der Invesco QQQ Trust verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 488 Milliarden US-Dollar und zählt damit zu den größten börsengehandelten Fonds weltweit. Für viele Anleger ist der QQQ das Standardprodukt, wenn es um ein Investment in die 100 größten Nasdaq-Unternehmen geht – darunter Technologieriesen wie Apple, Microsoft, Nvidia und Amazon.
BlackRock betritt einen hart umkämpften Markt
Es war laut Beobachtern nur eine Frage der Zeit, bis ein ernsthafter Wettbewerber den Marktführer herausfordern würde. BlackRock, das hinter der iShares-Produktpalette steht, ist dabei der wohl schlagkräftigste Herausforderer, den sich der QQQ vorstellen kann. Das Unternehmen verfügt über eine globale Vertriebsinfrastruktur, eine starke Marke und die Erfahrung, ETFs in großem Maßstab zu verwalten.
Der neue iShares Nasdaq 100 ETF (IQQ) soll ebenfalls die 100 wertvollsten Unternehmen des Nasdaq abbilden – also dieselbe Benchmark wie der QQQ. Damit treten beide Produkte in direkten Wettbewerb um dieselbe Anlegergruppe: Investoren, die ein breites Engagement im US-Technologiesektor und den größten Nasdaq-Werten suchen.
Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung besonders interessant, da Nasdaq-100-ETFs auch hierzulande zu den beliebtesten Anlageprodukten zählen. Viele europäische Anleger setzen auf vergleichbare Produkte, die denselben Index abbilden, etwa über Invesco oder andere Anbieter. Ein neues iShares-Produkt von BlackRock könnte künftig eine weitere attraktive Option darstellen.
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Zur AktienanalyseWenn zwei Schwergewichte wie Invesco und BlackRock um dieselben Anlegergelder konkurrieren, profitieren in der Regel die Investoren. Wettbewerb führt typischerweise zu niedrigeren Gebühren, besseren Konditionen und mehr Innovationen im Produktangebot. Der QQQ erhebt derzeit eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,20 Prozent – ob BlackRock mit dem IQQ darunter gehen wird, bleibt abzuwarten.
Die Markteinführung des IQQ ist ein klares Signal: BlackRock sieht im Nasdaq-100-Segment trotz der bereits enormen Größe des QQQ noch erhebliches Wachstumspotenzial. Mit seiner globalen Reichweite und dem Vertrauen institutioneller wie privater Anleger in die iShares-Marke bringt BlackRock beste Voraussetzungen mit, um dem etablierten Platzhirsch ernsthaft Marktanteile streitig zu machen.


