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Bitget Wallet startet USD- und EUR-Konten mit Stablecoin-Umwandlung

Die Bitget Wallet bietet künftig persönliche Dollar- und Euro-Konten, die eingehende Gelder automatisch in Stablecoins umwandeln.

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Bitget Wallet startet USD- und EUR-Konten mit Stablecoin-Umwandlung

Die Bitget Wallet wird Nutzern innerhalb ihrer selbst verwalteten Krypto-Wallet persönliche Kontonummern in US-Dollar und Euro bereitstellen. Eingehende Gelder werden dabei automatisch in Stablecoins umgewandelt, wie Investing.com erfahren hat. Die Funktion firmiert unter dem Namen „Virtual Account" und soll noch heute angekündigt werden.

Ermöglicht wird das Angebot über das auf Stablecoin-Zahlungen spezialisierte Unternehmen Noah. Der Dienst akzeptiert Überweisungen per ACH, Fedwire, SEPA und SWIFT. Einzahlungen werden in die Stablecoins USDT oder USDC umgewandelt und können anschließend im gesamten Ökosystem der Wallet für Karten, Zahlungen, Überweisungen und Anlageprodukte genutzt werden.

Laut Angaben von Investing.com ist die Eröffnung der Konten kostenlos und setzt keine lokale Residenz voraus. Damit unterscheidet sich das Modell deutlich von klassischen Bankkonten, für die in der Regel ein Wohnsitz im jeweiligen Land erforderlich ist. Derzeit können die Konten lediglich Geld empfangen; Ausgehüberweisungen sind jedoch für die kommenden Monate geplant.

Gebühren und Zielgruppen

Ein zentrales Verkaufsargument ist die Kosteneffizienz. Eine ACH-Überweisung in Höhe von 500 US-Dollar soll in der Bitget Wallet Gebühren in Höhe von etwa 2 US-Dollar verursachen. Zum Vergleich: Die global durchschnittlichen Kosten für Überweisungen liegen laut Weltbankdaten bei rund 6 Prozent. Bei einer Überweisung von 500 Dollar entspräche dies rechnerisch etwa 30 Dollar – ein deutlicher Unterschied zugunsten des neuen Wallet-Angebots.

Das Unternehmen richtet sich an mehrere Nutzergruppen. Dazu zählen grenzüberschreitend tätige Arbeitnehmer, die von US-amerikanischen oder europäischen Arbeitgebern bezahlt werden. Angesprochen sind außerdem Empfänger von Überweisungen in Schwellenländern sowie Nutzer, die Vermögen von Bankkonten in Stablecoins transferieren möchten, ohne dafür einen Börsenplatz zu nutzen.

Einordnung für den Markt

Der Launch spiegelt den Bestrebungswillen von Krypto-Wallets wider, bankähnliche Konten anzubieten, während Stablecoin-Zahlungen weiter wachsen. Die Bitget Wallet verzeichnet weltweit mehr als 100 Millionen Nutzer. Mit der Kombination aus klassischen Zahlungswegen wie ACH, Fedwire, SEPA und SWIFT und der automatischen Umwandlung in Stablecoins positioniert sich das Unternehmen an der Schnittstelle zwischen traditionellem Bankwesen und der Krypto-Welt.

Für deutsche Anleger ist vor allem die SEPA-Anbindung relevant, da sie Überweisungen in Euro aus dem europäischen Raum ermöglicht. Die Umwandlung in USDT oder USDC schafft dabei eine Brücke zu Stablecoins, die an den US-Dollar gekoppelt sind. Ob und in welchem Umfang das Angebot auch hierzulande genutzt werden kann, hängt von den regulatorischen Rahmenbedingungen ab – die Quelle nennt hierzu keine weiteren Details.

Klar ist: Die fehlende Auszahlungsfunktion zum Start ist eine Einschränkung. Nutzer können zunächst nur Geld empfangen und in Stablecoins umwandeln, nicht aber wieder auf ein Bankkonto zurücküberweisen. Erst für die kommenden Monate sind Ausgehüberweisungen geplant. Bis dahin bleibt das Angebot vor allem für diejenigen interessant, die Gelder in der Wallet halten und innerhalb des Ökosystems verwenden möchten.

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