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Bitcoin-Verkäufe durch Mt. Gox belasten US-Kryptomarkt

Aktienkurse und Cyber-Devisen fallen stark, politische Unsicherheit verstärkt negative Stimmung

Bitcoin-Verkäufe durch Mt. Gox belasten US-Kryptomarkt

Die Aktienkurse von US-Unternehmen im Kryptobereich erlitten einen erheblichen Rückgang, nachdem Berichte über mögliche Bitcoin-Verkäufe durch Gläubiger der japanischen Kryptobörse Mt. Gox bekannt wurden. Insbesondere die Aktien der Handelsplattform Coinbase Global sowie der Bitcoin-Miner Riot Platforms und Marathon Digital verzeichneten im vorbörslichen Handel an der Wall Street Verluste zwischen fünf und sechs Prozent. Dies spiegelt die Unsicherheit und die Besorgnis der Investoren wider, die durch die Nachrichten ausgelöst wurden.

Der Bitcoin-Preis fiel um mehr als fünf Prozent auf ein Fünf-Monats-Tief von 55.343 Dollar. Auch andere Cyber-Devisen wie Ethereum und Ripple erlitten erhebliche Einbußen, mit Verlusten von jeweils rund sechs Prozent. Die starke Abhängigkeit dieser Kryptowährungen vom Bitcoin-Kurs ist deutlich sichtbar und zeigt die Verwundbarkeit des gesamten Marktes gegenüber negativen Nachrichten.

Die Kryptobörse Mt. Gox, die einst als die größte Bitcoin-Börse der Welt galt, verlor vor über zehn Jahren rund 650.000 Bitcoin und ging in die Insolvenz. Aktuelle Medienberichte deuten darauf hin, dass das Unternehmen nun möglicherweise beginnt, Bitcoin an seine Gläubiger zurückzugeben. Diese potenziellen Rückgaben haben Befürchtungen ausgelöst, dass große Mengen der Cyber-Devise auf den Markt kommen könnten, was zu einem massiven Preisverfall führen würde. Der Wert des Bitcoin lag im Jahr 2014 bei nur wenigen hundert Dollar, doch durch die dramatische Wertsteigerung in den letzten Jahren könnte ein solcher Ausverkauf erhebliche Auswirkungen haben.

Timo Emden vom Analysehaus Emden Research wies darauf hin, dass ein höheres Volumen an Krypto-Werten auf dem Markt zumindest kurzfristig zu einem Angebotsüberhang führen könnte. Selbst die Andeutung solcher Bewegungen reiche aus, um Investoren in Panik zu versetzen und somit die Marktlage zu destabilisieren.

Neben diesen konkreten Ereignissen trägt auch die politische Unsicherheit in den USA zur schlechten Stimmung am Kryptomarkt bei. Experten zufolge haben die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen im November zu neuen Sorgen geführt. Das schwache Auftreten des amtierenden Präsidenten Joe Biden beim TV-Duell mit dem republikanischen Kandidaten Donald Trump hat Spekulationen über einen möglichen Rücktritt Bidens verstärkt. Die Investoren befürchten, dass eine Präsidentschaft Trumps weniger freundlich gegenüber dem Kryptomarkt sein könnte, was zusätzlich zur Unsicherheit und den negativen Aussichten für Kryptowährungen beiträgt.

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