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Bitcoin unter 63.000 Dollar: Zinsängste und Iran-Konflikt belasten Krypto

Steigende Zinssorgen und eskalierende US-Iran-Spannungen drücken Bitcoin auf unter 63.000 Dollar – der gesamte Kryptomarkt gibt nach.

Bitcoin unter 63.000 Dollar: Zinsängste und Iran-Konflikt belasten Krypto

Bitcoin hat am Freitag deutlich nachgegeben und ist unter die Marke von 63.000 US-Dollar gefallen. Die weltweit größte Kryptowährung verlor 2,8 Prozent auf 62.924,80 Dollar und folgte damit einem breiten Rückgang risikobehafteter Vermögenswerte. Mit diesem Rückgang wurde eine kurze Erholung der Vorwoche weitgehend zunichtegemacht.

Auf Wochensicht verzeichnete Bitcoin ein Minus von 1,4 Prozent. Die zwischenzeitliche Erholung hatte an Schwung verloren, nachdem mehrere Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve einen restriktiven geldpolitischen Kurs signalisierten. Höhere Zinsen gelten als belastend für unverzinste, spekulative Vermögenswerte wie Kryptowährungen, da sie die Opportunitätskosten für Investitionen in diesem Sektor erhöhen.

Fed-Vertreter warnen vor weiteren Zinserhöhungen

Obwohl moderatere US-Inflationsdaten zunächst Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen geweckt hatten, schlugen mehrere Fed-Vertreter einen hawkishen Ton an. Die Präsidentin der Dallas Fed, Lorie Logan, warnte, dass die Zinsen möglicherweise weiter steigen müssten. Fed-Gouverneur Christopher Waller äußerte sich ähnlich und betonte seine Besorgnis über die hartnäckige Inflation.

Fed-Vorsitzender Kevin Warsh bekräftigte ebenfalls das Ziel der Notenbank, die jährliche Inflationsrate bei 2 Prozent zu halten – ohne jedoch zu präzisieren, wie die Zentralbank dieses Ziel erreichen wolle. Steigende Ölpreise verstärkten in dieser Woche zusätzlich die Sorgen über eine langfristig hartnäckige Inflation.

Eskalation in der Straße von Hormus belastet Stimmung

Ein weiterer Belastungsfaktor für den Kryptomarkt sind die sich verschärfenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus. Berichten zufolge warnte Teheran, dass es weitere wichtige Schifffahrtswege im Nahen Osten stören könnte – ein Schritt, der eine Ausweitung des Konflikts bedeuten würde. Höhere Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen befeuern die Inflationssorgen und damit den Druck auf risikobehaftete Anlagen.

Bitcoin hat seit Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran im Februar weitgehend unterdurchschnittlich abgeschnitten. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 liegt die Kryptowährung rund 28 Prozent im Minus – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark das geopolitische Umfeld die Risikobereitschaft der Anleger belastet.

Bitcoin-ETFs verzeichnen erneut Abflüsse

Auch bei den Bitcoin-Spot-ETFs zeichnete sich in dieser Woche ein negatives Bild ab. Nach einem Zufluss von 197,4 Millionen Dollar in der Vorwoche – der eine acht Wochen andauernde Serie massiver Abflüsse unterbrochen hatte – flossen in dieser Woche laut Daten von SoSoValue wieder 56,6 Millionen Dollar ab. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren angesichts des unsicheren Marktumfelds vorsichtiger agieren.

Der gesamte Kryptomarkt stand am Freitag unter Druck. Ether, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, verlor 4,7 Prozent auf 1.831,68 Dollar. XRP fiel um 1,7 Prozent auf 1,0869 Dollar. Solana gab um 3,6 Prozent nach, Cardano um 2,5 Prozent und BNB um 2,3 Prozent. Auch Memecoins blieben nicht verschont: Dogecoin und $TRUMP fielen jeweils um rund 2 Prozent.

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