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Bitcoin über 95.000 Dollar nach Strategy-Milliardenkauf

Der Bitcoin-Kurs kletterte am Mittwoch auf über 95.000 US-Dollar, nachdem MicroStrategy Bitcoin im Wert von 1,25 Milliarden Dollar erworben hatte. Trotz des Kursanstiegs bleibt die Nachfrage von US-Privatanlegern schwach.

Bitcoin über 95.000 Dollar nach Strategy-Milliardenkauf

Der Bitcoin-Kurs legte am Mittwoch um 3,4 Prozent auf 95.001,90 US-Dollar zu, nachdem der Großinvestor MicroStrategy (NASDAQ:MSTR) einen massiven Kauf der Kryptowährung bekannt gegeben hatte. Am Dienstagabend erreichte die weltgrößte Kryptowährung ein Hoch von 96.033,30 Dollar – der höchste Stand seit fast zwei Monaten.

MicroStrategy kauft für 1,25 Milliarden Dollar Bitcoin

Michael Saylors Unternehmen MicroStrategy erwarb 13.627 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 91.519 Dollar pro Coin. Dies war der größte Bitcoin-Kauf des Unternehmens seit Juli 2025 und wurde durch den Verkauf von Stamm- und Vorzugsaktien finanziert. Mit diesem Erwerb erhöht sich der gesamte Bitcoin-Bestand von MicroStrategy auf 687.410 Coins, womit das Unternehmen seine Position als größter institutioneller Bitcoin-Halter weiter festigt.

Der Kauf zerstreute Bedenken hinsichtlich einer Verlangsamung der Bitcoin-Käufe durch MicroStrategy. Seit Mitte Dezember hatte das Unternehmen nur marginale Mengen der Kryptowährung erworben. Die MicroStrategy-Aktie verzeichnete 2025 einen Bewertungsverlust von fast 50 Prozent, da Händler zunehmend Zweifel an den langfristigen Aussichten der Bitcoin-Strategie des Unternehmens hegten.

US-Privatanleger bleiben zurückhaltend

Trotz des Kursanstiegs zeigen Daten von Coinglass, dass die Nachfrage von US-Privatanlegern weiterhin schwach bleibt. Der Bitcoin-Preis auf der US-Börse Coinbase Global wird mit einem Abschlag gegenüber dem globalen Durchschnitt gehandelt. Da Coinbase einen großen Anteil an den US-Märkten hält, gilt dieser Preisabschlag als Indikator für die zurückhaltende Stimmung amerikanischer Privatanleger.

Seit Mitte Dezember wird Bitcoin auf Coinbase durchgehend unter dem globalen Durchschnittspreis gehandelt. In diesem Zeitraum ist auch der durchschnittliche Bitcoin-Preis insgesamt gesunken. Analysten sehen darin ein Zeichen für nachlassenden Kaufdruck durch Kleinanleger in den USA.

Altcoins übertreffen Bitcoin

Die breiteren Kryptomärkte entwickelten sich am Mittwoch besser als Bitcoin und profitierten von den weitgehend erwartungsgemäßen US-Inflationsdaten. Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Dezember entsprach den Prognosen, während der Kern-VPI leicht darunter lag. An den Markterwartungen, dass die Federal Reserve die Zinssätze Ende Januar unverändert lassen wird, änderte dies jedoch wenig.

Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, stieg um 6,1 Prozent auf 3.325,22 Dollar. XRP legte fast 4 Prozent zu, während Solana und BNB zwischen 2,5 und 3 Prozent gewannen. Cardano verzeichnete mit 7,3 Prozent den größten Zuwachs unter den großen Altcoins. Bei den Memecoins stieg Dogecoin um fast 6 Prozent, während der Trump-Token ($TRUMP) um 5,3 Prozent zulegte.

Ausblick für Bitcoin bleibt gemischt

Die weitere Entwicklung des Bitcoin-Kurses dürfte maßgeblich von der Nachfrage institutioneller Investoren und der Geldpolitik der US-Notenbank abhängen. Während große Käufe wie der von MicroStrategy kurzfristig Unterstützung bieten, bleibt die schwache Retail-Nachfrage ein Warnsignal. Zudem besteht weiterhin die Sorge, dass MicroStrategy bei anhaltend fallenden Kursen gezwungen sein könnte, Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um Schuldenverpflichtungen nachzukommen.

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