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Bitcoin steigt auf 96.000 Dollar – US-Kryptogesetz sorgt für Unsicherheit

Bitcoin setzt Erholung fort und klettert auf 96.370 Dollar. Doch ein umstrittener US-Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung könnte die weitere Entwicklung beeinflussen.

Bitcoin steigt auf 96.000 Dollar – US-Kryptogesetz sorgt für Unsicherheit

Bitcoin hat am Donnerstag seine jüngste Erholung fortgesetzt und ist um 1,4 Prozent auf 96.370 Dollar gestiegen – der höchste Stand seit zwei Monaten. Die weltweit größte Kryptowährung profitierte von einem bedeutenden Kauf des Großinvestors MicroStrategy zu Wochenbeginn. Die psychologisch wichtige Marke von 100.000 Dollar bleibt jedoch weiterhin außer Reichweite, da die Risikobereitschaft der Anleger gedämpft ist.

Coinbase-Chef kritisiert Gesetzentwurf scharf

Ein geplanter US-Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen sorgt für Kontroversen. Brian Armstrong, CEO der größten US-Krypto-Börse Coinbase, übte am Mittwoch scharfe Kritik an dem Entwurf und erklärte, sein Unternehmen könne die Maßnahme in der aktuellen Form nicht unterstützen. Der Bankenausschuss des US-Senats verschob daraufhin die für Donnerstag geplante Diskussion über den Gesetzentwurf.

Armstrong beanstandete mehrere zentrale Punkte: Das vorgeschlagene Verbot tokenisierter Aktien, Einschränkungen für dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi), eine zu geringe Aufsicht durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sowie Änderungen, die Stablecoin-Geschäftsmodelle gefährden würden. "Diese Version wäre wesentlich schlechter als der aktuelle Status quo. Wir hätten lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz", warnte Armstrong.

Regulierungsrahmen dringend gesucht

Die Krypto-Branche drängt seit Jahren auf einen umfassenden Regulierungsrahmen, der Klarheit schaffen soll, ob digitale Token als Wertpapiere oder Rohstoffe einzustufen sind. Coinbase hatte während des Wahlzyklus 2024 erhebliche Summen an krypto-freundliche Organisationen gespendet und gilt als wichtiger Akteur bei den Gesetzesverhandlungen.

Altcoins unter Druck

Während Bitcoin zulegen konnte, blieben andere Kryptowährungen unter Druck. Ethereum fiel um 0,6 Prozent auf 3.312 Dollar, XRP verlor 2,4 Prozent und Cardano gab sogar 4,6 Prozent nach. Bei den Memecoins verzeichnete Dogecoin ein Minus von 2,7 Prozent, während der Trump-Token 4,1 Prozent einbüßte.

Schwache US-Nachfrage belastet

Trotz der Erholung wird Bitcoin auf US-Börsen wie Coinbase weiterhin mit einem Abschlag gegenüber globalen Durchschnittswerten gehandelt – ein Trend, der seit Mitte Dezember anhält. Dies deutet auf eine anhaltend schwache Nachfrage von US-Privatanlegern hin. Zusätzlich belasten erhöhte geopolitische Spannungen, insbesondere mögliche US-Interventionen in Venezuela und Iran, die allgemeine Risikobereitschaft an den Märkten.

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