Bitcoin Stabilisiert sich nach Rückgang
Zinserwartungen und US-Wahlkampf beeinflussen Kursbewegungen

Der Bitcoin hat sich nach einem deutlichen Rückgang stabilisiert, liegt jedoch noch weit unter seinem Rekordhoch. Am Dienstagnachmittag wird die älteste Kryptowährung bei etwa 57.000 Dollar gehandelt, was einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Monatstief von rund 52.500 Dollar entspricht. Auch andere Kryptowährungen zeigen Fortschritte, wodurch die Gesamtmarktkapitalisierung aller Cyberdevisen wieder über zwei Billionen Dollar steigt.
Trotz der leichten Erholung gibt es von Analysten Vorsichtsmeldungen. Alex Kuptsikevich vom Onlinebroker FxPro betont, dass es noch zu früh sei, von einer echten Trendwende zu sprechen. Die Erholung des Bitcoin-Kurses stockt nach den Kursgewinnen vom Montagabend und Dienstagmorgen. Der Kurs hat sich nach einem Zwischenhoch von 58.000 Dollar wieder zurückgezogen.
Kuptsikevich erwartet, dass die zurückhaltende Haltung der Anleger mindestens bis zur Veröffentlichung der US-Inflationszahlen am Mittwochnachmittag anhält. Es ist auch denkbar, dass diese Vorsicht bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am 18. September fortbesteht. Die Zinserwartungen haben sich als wichtiger Faktor für den Bitcoin-Kurs erwiesen. Wie bei Tech-Aktien profitiert die Cyberwährung von einer höheren Risikobereitschaft der Anleger, die steigt, wenn die Zinsen niedrig sind. Sinkende Zinsen machen risikofreie Anlagen wie Anleihen weniger attraktiv.
Anfang des Jahres hatten die Bitcoin-ETFs, die seit Januar in den USA verfügbar sind, den Kurs bis auf 73.750 Dollar steigen lassen. Doch seitdem ist der Zufluss neuer Gelder zurückgegangen. Seit Ende August kam es an neun Handelstagen in Folge zu Mittelabflüssen in Höhe von insgesamt knapp 1,2 Milliarden Dollar. Dies ist der höchste Betrag an Mittelabflüssen seit Handelsbeginn dieser Produkte.
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Zur AktienanalyseNeben den Zinserwartungen beeinflusst auch der US-Wahlkampf den Bitcoin-Kurs. Kryptoanalyst Timo Emden weist darauf hin, dass die Entwicklungen rund um Donald Trump den Kurs beeinflussen. Trump, der sich als Kryptobefürworter präsentiert hat, versprach, die USA zur „Bitcoin-Supermacht“ zu machen. Als sich seine Chancen auf den Wahlsieg erhöhten, stieg der Bitcoin-Kurs. Mit der Nominierung von Kamala Harris durch die Demokraten und dem Rückgang von Trumps Wahlsiegen sankt der Kurs, stieg jedoch wieder, als sich Trumps Chancen verbesserten. Emden vermutet, dass die Wahlchancen von Trump weiterhin einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben werden.


