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Bitcoin stabilisiert sich bei 78.000 Dollar – Iran-Hoffnung beflügelt Märkte

Nachlassende geopolitische Spannungen, geringere ETF-Abflüsse und verbesserte Technik stützen den Bitcoin-Kurs nahe der kritischen Unterstützungszone.

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Bitcoin stabilisiert sich bei 78.000 Dollar – Iran-Hoffnung beflügelt Märkte

Der Bitcoin-Kurs hat sich am Donnerstag nahe der Marke von 78.000 US-Dollar stabilisiert. Laut Daten von crypto.news notierte BTC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 77.960 Dollar, nachdem er im Tagesverlauf ein Intraday-Hoch von 78.180 Dollar erreicht hatte. Damit verteidigten die Bullen eine technisch wichtige Unterstützungszone, die in den vergangenen Wochen mehrfach auf die Probe gestellt worden war.

Die Erholung erfolgte vor dem Hintergrund eines verbesserten allgemeinen Risikoappetits an den Finanzmärkten. Auslöser waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die darauf hindeuteten, dass die laufenden Verhandlungen mit dem Iran bald ihre Endphase erreichen könnten. Für Anleger weltweit ist das ein bedeutsames Signal – ein mögliches Abkommen könnte die geopolitischen Spannungen in einer der wichtigsten Energieregionen der Welt deutlich entschärfen.

Straße von Hormus im Fokus

Im Zentrum der Sorgen steht die Straße von Hormus, eine der strategisch bedeutsamsten Meerengen der Welt. Störungen in diesem Seeweg haben seit März anhaltende Bedenken über die globale Energieversorgung geschürt. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels passieren diese enge Wasserstraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel – Unterbrechungen treffen die Märkte daher unmittelbar und empfindlich.

WTI-Rohöl-Futures notierten am Donnerstag über 99 US-Dollar pro Barrel, blieben jedoch deutlich unter den Höchstständen der vorangegangenen Handelssitzung. Trumps Bemerkungen hatten die Befürchtungen eines anhaltenden Angebotsschocks gedämpft. Zuvor war der Ölpreis gestiegen, weil Händler das Risiko eskalierender maritimer Störungen im Nahen Osten eingepreist hatten.

Bitcoin reagiert hochsensibel auf Ölpreisbewegungen

Der Zusammenhang zwischen Energiepreisen und Kryptowährungen ist für viele Anleger nicht auf den ersten Blick ersichtlich, hat sich zuletzt jedoch deutlich gezeigt. Bitcoin und andere Risikoanlagen reagierten in den vergangenen Monaten hochsensibel auf Bewegungen beim Ölpreis. Der Grund: Erhöhte Energiekosten verkomplizieren den Inflationsausblick der US-Notenbank Federal Reserve und beeinflussen damit die Erwartungen an die künftige Zinspolitik.

Steigende Zinsen gelten traditionell als Belastung für spekulative Anlagen wie Kryptowährungen, da sie die Opportunitätskosten des Haltens solcher Assets erhöhen. Sinkt hingegen der Öldruck und damit der Inflationsdruck, steigt die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik – was Risikoassets wie Bitcoin Auftrieb verleiht.

Neben den geopolitischen Faktoren trugen auch geringere ETF-Abflüsse sowie sich verbessernde technische Indikatoren zur Stabilisierung des Bitcoin-Kurses bei. Die Kombination aus nachlassendem Verkaufsdruck auf institutioneller Seite und einem günstigeren Marktumfeld half den Käufern, die kritische Unterstützungszone erfolgreich zu verteidigen. Für deutsche Anleger bleibt die Entwicklung rund um die Iran-Verhandlungen und den Ölpreis damit ein zentraler Beobachtungspunkt für die weitere Kursentwicklung bei Bitcoin.

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