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Bitcoin stabilisiert sich bei 77.000 Dollar trotz Inflationssorgen

Nach vier Verlusttagen in Folge beruhigt sich Bitcoin knapp unter 77.000 Dollar – geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise belasten die Stimmung.

Bitcoin stabilisiert sich bei 77.000 Dollar trotz Inflationssorgen

Bitcoin stabilisierte sich am Dienstag knapp unter der Marke von 77.000 US-Dollar, nachdem die weltweit größte Kryptowährung vier Handelstage in Folge Verluste verzeichnet hatte. Um 01:33 Uhr ET (05:33 Uhr MEZ) notierte Bitcoin bei 76.818,90 Dollar – ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Noch in der Vorwoche hatte die Kryptowährung dank robuster ETF-Zuflüsse die Marke von 82.000 Dollar überschritten.

Die Marktstimmung bleibt fragil. Anleger beobachten die Entwicklungen im Iran-Konflikt genau und wägen die Auswirkungen steigender Ölpreise auf die globale Inflation sowie die US-Zinserwartungen ab. Zwar erklärte US-Präsident Donald Trump, dass geplante Angriffe auf den Iran verschoben wurden, während diplomatische Bemühungen andauern – die Unsicherheit über die Straße von Hormus und mögliche Störungen des weltweiten Rohölangebots halten die Investoren jedoch weiterhin in der Defensive.

Ölpreise über 100 Dollar befeuern Inflationsängste

Die Ölpreise verharren auf hohem Niveau bei über 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie in den vergangenen Wochen aufgrund von Befürchtungen über angebotsseitige Störungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt kräftig gestiegen waren. Dieser Anstieg schürt die Sorge, dass die weltweite Inflation länger hartnäckig bleiben könnte. Das wiederum könnte Zentralbanken dazu zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten – was den Appetit auf spekulative Vermögenswerte wie Kryptowährungen dämpft.

Auch die Renditen von US-Staatsanleihen spiegeln diese Erwartungen wider. Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Anleihen bewegte sich bei 4,44 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Sitzungen stark angestiegen war. Anleger preisen damit zunehmend Inflationsrisiken durch höhere Energiekosten ein.

Analysten der Handelsplattform IG beschreiben das aktuelle Marktumfeld treffend: „Die weltweit größte Kryptowährung wird weiterhin in einem komplexen makroökonomischen Umfeld gehandelt, in dem ETF-Zuflüsse, regulatorische Entwicklungen und institutionelle Akkumulation stützend wirken, während geopolitische Spannungen, Inflationssorgen und eine allgemein risikoaverse Stimmung weiterhin für starke Kursschwankungen sorgen."

Altcoins zeigen gemischtes Bild

Auch die breiteren Finanzmärkte blieben unruhig. Die asiatischen Aktienmärkte suchten nach einer klaren Richtung, während globale Rentenmärkte unter Druck blieben. Befürchtungen, dass sich der Iran-Konflikt zu einem lang anhaltenden Inflationsschock für die Weltwirtschaft entwickeln könnte, belasten das Sentiment zusätzlich.

Die meisten Altcoins handelten am Dienstag in engen Bandbreiten. Ethereum, die Nummer zwei der Kryptowährungen, legte um 0,4 Prozent auf 2.125,60 Dollar zu. XRP hingegen verlor 0,7 Prozent und notierte bei 1,38 Dollar. Solana gab um 0,4 Prozent nach, Polygon sank um 1 Prozent, während Cardano um 0,3 Prozent leicht zulegte. Unter den Meme-Tokens verzeichnete Dogecoin mit einem Minus von 1,6 Prozent den deutlichsten Rückgang.

Insgesamt zeigt der Kryptomarkt damit, dass er sich zunehmend im Gleichklang mit der allgemeinen Risikostimmung an den globalen Finanzmärkten bewegt. Geopolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheiten überlagern derzeit die strukturell positiven Faktoren wie institutionelle Nachfrage und Spot-ETF-Zuflüsse.

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