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Bitcoin setzt Talfahrt fort: Krypto-Winter verschärft sich deutlich

Bitcoin fällt den vierten Tag in Folge und hat seit seinem Allzeithoch über 126.000 Dollar rund die Hälfte seines Wertes verloren.

Bitcoin setzt Talfahrt fort: Krypto-Winter verschärft sich deutlich

Bitcoin setzt seine Talfahrt fort und notierte am Mittwoch gegen 16:00 Uhr US-Ostküstenzeit bei rund 65.380 Dollar. Die weltweit größte Kryptowährung fiel damit den vierten Tag in Folge und hat in diesem Jahr bereits 25 Prozent an Wert verloren. Seit dem Allzeithoch von über 126.000 Dollar, das Anfang Oktober erreicht wurde, hat der Token damit etwa die Hälfte seines Wertes eingebüßt.

Monatelang hatte sich Bitcoin nach dem Absturz von seinen Höchstständen in einer vergleichsweise engen Handelsspanne gehalten. Doch dann erschütterte ein unerwartetes Ereignis das Vertrauen der Krypto-Gemeinde nachhaltig: Einer der bekanntesten Bitcoin-Verfechter weltweit gab nach.

Strategy verkauft erstmals seit 2022 Bitcoin

Strategy, der größte unternehmerische Akkumulator von Bitcoin, verkaufte zum ersten Mal seit dem Tiefpunkt des Krypto-Winters im Jahr 2022 einen Teil seiner massiven Bestände. Das Unternehmen teilte am Montag mit, in der vergangenen Woche 32 Bitcoin für rund 2,5 Millionen Dollar veräußert zu haben. Den Erlös will Strategy zur Finanzierung von Ausschüttungen auf seine Vorzugsaktien verwenden.

Besonders brisant: Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, hatte seine Anhänger stets und öffentlichkeitswirksam dazu aufgerufen, ihre Bitcoins niemals zu verkaufen. Der Verkauf durch sein eigenes Unternehmen gilt daher als starkes Warnsignal für den Markt. Am Tag nach der Bekanntgabe fiel Bitcoin zum ersten Mal seit Anfang April unter die Marke von 70.000 Dollar. Die Aktien von Strategy selbst verloren am Mittwoch 7 Prozent an Wert.

Bitcoin entkoppelt sich von Technologieaktien

Der jüngste Kursrutsch von Bitcoin markiert eine deutliche Abkehr von seiner historischen Beziehung zu Technologieaktien. Traditionell wurde die digitale Währung im Gleichklang mit risikoreicheren Vermögenswerten gehandelt und hatte zuletzt während des KI-getriebenen Technologie-Ausverkaufs Ende des vergangenen Jahres die Marktrückgänge angeführt. Nun jedoch hinkt Bitcoin hinterher, während der S&P 500 neue Rekordhöchststände erklimmt.

Einige Marktteilnehmer befürchten, dass die anhaltende Flaute bei Kryptowährungen einen breiteren Marktrückgang ankündigen könnte. Tatsächlich gab der S&P 500 am Mittwoch um 0,7 Prozent von seinem Rekordhoch nach. Als Auslöser gilt ein neues Scharmützel zwischen den USA und dem Iran, das die Ölpreise in die Höhe trieb.

Technologieaktien führten die Verluste am US-Markt an: Der Sektor verlor 1,5 Prozent. Nvidia-Aktien fielen um 3,6 Prozent, Microsoft gab um 3,1 Prozent nach. Auch der Dow-Jones-Index stand unter Druck und sank um 1,2 Prozent beziehungsweise 621 Punkte, belastet durch Kursverluste bei IBM.

Für deutsche Anleger, die in Bitcoin oder Krypto-nahe Aktien wie Strategy investiert sind, verdeutlicht die aktuelle Entwicklung einmal mehr die hohe Volatilität dieser Anlageklasse. Der Krypto-Winter scheint sich trotz der allgemeinen Markterholung bei Aktien zu verschärfen – ein Umstand, der Investoren zur Vorsicht mahnt.

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