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Bitcoin rutscht wieder unter 90.000 Dollar

KI-Sorgen und enttäuschte Tech-Prognosen belasten die Stimmung an Kryptomärkten

Bitcoin rutscht wieder unter 90.000 Dollar

Kryptowährungen gerieten erneut unter Druck, nachdem Bitcoin kurzzeitig unter die Marke von 90.000 Dollar fiel und damit ein weiteres Signal für anhaltende Nervosität an den Märkten setzte. Auslöser waren neue Sorgen hinsichtlich der Profitabilität von Investitionen in künstliche Intelligenz, die Technologie-Aktien belasteten und die Risikobereitschaft der Anleger dämpften. Der Rücksetzer folgte auf eine Phase erhöhter Volatilität, nachdem die jüngsten Entwicklungen im Technologiesektor Zweifel an der kurzfristigen Rentabilität kostspieliger Infrastrukturprojekte geweckt hatten.

Besonders deutlich wirkten sich die Geschäftsaussichten des US-Cloudanbieters Oracle aus. Das Unternehmen verfehlte die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn und deutete zugleich auf steigende Ausgaben hin. Analysten werteten dies als Hinweis darauf, dass Investitionen in KI-Infrastrukturen nicht so schnell Gewinne abwerfen wie von vielen Marktteilnehmern erwartet. Diese Einschätzung setzte nicht nur Technologie-Aktien unter Druck, sondern übertrug sich auch auf digitale Vermögenswerte.

Bitcoin wurde zuletzt mit 90.056,24 Dollar rund 2,5 Prozent niedriger gehandelt. Ether verzeichnete einen Rückgang von 4,3 Prozent auf 3.196,62 Dollar und machte damit die Gewinne der vorangegangenen zwei Handelstage zunichte. Die Schwäche setzte bereits in der US-Sitzung ein, nachdem die US-Notenbank eine Zinssenkung beschlossen hatte. Trotz der generellen Erholungstendenz bei Risikoanlagen blieb die Nachfrage nach Kryptowährungen verhalten. Marktbeobachter verweisen darauf, dass sich der Sektor weiterhin von dem starken Ausverkauf vom 10. Oktober erholen müsse und bislang keine klaren Anzeichen einer nachhaltigen Stabilisierung erkennbar seien.

Auch die Aktienmärkte in Asien reagierten negativ, während die Indikationen für Europa und die USA auf schwächere Eröffnungen hinwiesen. Die jüngsten makroökonomischen und unternehmensspezifischen Impulse verstärkten damit den Gesamtdruck auf risikobehaftete Anlageklassen.

Zusätzliche Bewegung brachte eine Neubewertung künftiger Kursziele. Standard Chartered reduzierte seine Prognose für Bitcoin zum Jahresende 2025 deutlich von zuvor 200.000 Dollar auf 100.000 Dollar. Als Gründe nannte die Bank unter anderem, dass die Phase intensiver Käufe durch Unternehmen mit digitalen Asset-Treasuries weitgehend beendet sei. Künftige Kursanstiege würden sich demnach stärker auf ETF-Zuflüsse stützen, was das Marktgleichgewicht verändern könnte. Die Analysten verwiesen darauf, dass sich die Struktur der Nachfrage verschiebe und sich damit auch die Dynamik der Kursentwicklung verändere.

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