Bitcoin-Panne kostet südkoreanische Kryptobörse 40 Milliarden Dollar
Bithumb verschenkte durch Eingabefehler versehentlich 620.000 Bitcoin statt Won an Gewinnspiel-Teilnehmer

Ein folgenschwerer Tippfehler bei einer Werbeaktion der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb hat für Chaos gesorgt. Statt 620.000 Won (umgerechnet rund 425 Dollar) schüttete ein Mitarbeiter durch einen Eingabefehler 620.000 Bitcoin im Wert von über 40 Milliarden Dollar an Gewinnspiel-Teilnehmer aus. Der Vorfall ereignete sich bei einer Marketingkampagne, bei der eigentlich nur kleine Beträge von wenigen Dollar verlost werden sollten.
Die Folgen waren dramatisch: Ein Gewinner, der eigentlich 2.000 Won – gerade genug für einen günstigen Kaffee – hätte erhalten sollen, fand plötzlich Bitcoin im Wert von mehr als 120 Millionen Dollar auf seinem Konto. Zahlreiche Empfänger versuchten sofort, ihre unverhofften Gewinne zu verkaufen oder abzuheben. Der massive Verkaufsdruck ließ den Bitcoin-Kurs innerhalb kürzester Zeit um 17 Prozent einbrechen.
Bithumb, die zweitgrößte Kryptobörse Südkoreas, reagierte nach etwa 30 Minuten und stoppte die Transaktionen. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Auch Anleger, die vor der missglückten Werbeaktion bereits Bitcoin hielten, wurden durch den Kurseinbruch in Mitleidenschaft gezogen. Die Gesamtverluste beziffert Bithumb auf rund 685.000 Dollar.
Rückabwicklung läuft größtenteils erfolgreich
Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben mehr als 99 Prozent der fälschlicherweise verteilten Bitcoin zurückholen. Die meisten Transaktionen wurden rückgängig gemacht oder die Empfänger gaben die Kryptowährung freiwillig zurück. Dennoch bleibt ein Problem: Einige Nutzer schafften es während des kurzen Handelsfensters, mehr als 100 Bitcoin im Wert von etwa 9 Millionen Dollar zu veräußern.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseBithumb versucht weiterhin, diese Nutzer zu überzeugen, die entsprechenden Beträge zurückzuerstatten. Der Fall zeigt einmal mehr, wie anfällig Kryptobörsen für menschliche Fehler sind und welche enormen finanziellen Auswirkungen selbst kleine Eingabefehler haben können. Für die betroffenen Anleger, die durch den plötzlichen Kurseinbruch Verluste erlitten, dürfte der Vorfall ein böses Erwachen gewesen sein.


