Bitcoin klettert über 63.000 Dollar – Fed-Sorgen lassen nach
Schwache US-Arbeitsmarktdaten und neue ETF-Zuflüsse beflügeln Bitcoin auf ein Zwei-Wochen-Hoch.

Bitcoin hat am Montag im asiatischen Handel die Marke von 63.000 US-Dollar überwunden und damit die Rallye der Vorwoche fortgesetzt. Die weltweit größte Kryptowährung notierte um 01:18 Uhr ET bei 63.227,50 US-Dollar – ein Plus von 0,8 Prozent. In der vorangegangenen Handelssitzung hatte Bitcoin bereits ein Zwei-Wochen-Hoch von knapp 64.000 US-Dollar erreicht.
Der Kursanstieg setzt die Erholung der vergangenen Woche fort, in der Bitcoin rund 5 Prozent zulegte. Zuvor hatte die Kryptowährung Anfang der Woche ein 21-Monats-Tief von unter 58.000 US-Dollar markiert – ein deutlicher Rückschlag, der die Stimmung unter Anlegern erheblich belastet hatte.
Schwache US-Daten stützen den Kryptomarkt
Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Erholung sind schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten für Juni. Diese Zahlen untermauern die Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr wahrscheinlich nicht weiter anheben wird. Höhere Zinsen gelten als belastend für risikoreiche Anlageklassen wie Kryptowährungen, da sie die Attraktivität festverzinslicher Alternativen erhöhen.
Zusätzlich beruhigten Äußerungen von Federal-Reserve-Vorsitzendem Kevin Warsh die Märkte. Er erklärte, dass sich die Inflation weiter abgeschwächt habe, und bekräftigte, dass die Entscheidungsträger datenabhängig bleiben würden. Diese Aussagen veranlassten Investoren, ihre Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung zurückzuschrauben.
ETF-Zuflüsse signalisieren stabilere institutionelle Nachfrage
Ein weiterer positiver Impuls kam vom ETF-Markt: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten nach mehrwöchigen Abflüssen wieder Nettozuflüsse. Dies gilt als Signal für eine Stabilisierung der institutionellen Nachfrage – ein wichtiger Faktor für die langfristige Kursentwicklung von Bitcoin. Seit der Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs in den USA Anfang 2024 gelten diese Produkte als bedeutender Hebel für institutionelles Kapital im Kryptomarkt.
Die Erholung folgt auf deutliche Verluste im Juni, die durch Sorgen vor strafferen Finanzierungsbedingungen sowie Gewinnmitnahmen nach einer starken Rallye zu Jahresbeginn ausgelöst worden waren. Analysten warnen jedoch, dass das Handelsvolumen weiterhin relativ verhalten sei. Eine nachhaltige Fortsetzung der Gewinne erfordere anhaltende ETF-Zuflüsse sowie unterstützende makroökonomische Daten.
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Zur AktienanalyseAltcoins legen ebenfalls zu
Auch die meisten Altcoins profitierten am Montag von der positiven Stimmung. Ethereum, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, stieg um 0,7 Prozent auf 1.775,92 US-Dollar. XRP legte um 0,6 Prozent auf 1,14 US-Dollar zu. Solana und Cardano notierten im frühen Handel weitgehend unverändert. Unter den Meme-Tokens verzeichnete Dogecoin mit einem Plus von 1,4 Prozent den stärksten Zuwachs.
In der laufenden Woche richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf das Protokoll der Juni-Sitzung der Federal Reserve. Dieses könnte weitere Hinweise auf die künftige US-Zinspolitik liefern. Händler beobachten zudem genau, ob Bitcoin die Spanne von 63.000 bis 64.000 US-Dollar nachhaltig verteidigen kann, um die Erholung weiter auszubauen.


