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Bitcoin gibt nach: Anleiherenditen und Strategy-Meldung belasten Kurs

Am Freitagnachmittag verlor Bitcoin knapp 3 Prozent – zwei Faktoren sorgten für den Rückgang.

Bitcoin gibt nach: Anleiherenditen und Strategy-Meldung belasten Kurs

Bitcoin hat am Freitag einen spürbaren Rücksetzer erlitten. Ab 16:00 Uhr ET sank die weltweit führende Kryptowährung im späten Nachmittagshandel um fast 3 Prozent. Zwei Faktoren standen dabei im Mittelpunkt: steigende Anleiherenditen und eine beunruhigende Mitteilung des Bitcoin-Großhalters Strategy.

Der Hauptauslöser für den Kursrückgang war die Entwicklung am Anleihenmarkt. Anleger verkauften Staatsanleihen aggressiv, was die Renditen deutlich nach oben trieb – denn Anleihekurse und Renditen bewegen sich stets in entgegengesetzte Richtungen. Hintergrund dieser Verkaufswelle war das anhaltende Patt im Krieg mit dem Iran, der die Ölpreise erneut steigen ließ.

Inflation und Zinsen belasten riskante Anlagen

Steigende Ölpreise schüren Inflationserwartungen. Und wenn Anleger mit höherer Inflation rechnen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen früher anheben könnte. In einem solchen Umfeld verlieren riskante Vermögenswerte wie Kryptowährungen an Attraktivität – denn gleichzeitig werfen als „sicher" geltende Anlagen wie Staatsanleihen höhere Renditen ab und ziehen Kapital auf sich.

Dieser Mechanismus ist für Bitcoin-Anleger nicht neu. Immer wieder zeigt sich, dass die Kryptowährung empfindlich auf Bewegungen am Anleihenmarkt reagiert. Steigen die Renditen, sinkt die Risikobereitschaft der Investoren – und Bitcoin leidet als einer der volatilsten Vermögenswerte überhaupt besonders stark darunter.

Strategy deutet möglichen Bitcoin-Verkauf an

Zusätzlichen Druck auf den Bitcoin-Kurs übte eine Börsenmitteilung von Strategy aus. Das Unternehmen gilt als der weltweit größte Unternehmenshalter von Bitcoin und ist damit ein zentraler Akteur im Kryptomarkt. In der am Freitag eingereichten Mitteilung gab Strategy bekannt, Verhandlungen mit mehreren Investoren seiner wandelbaren vorrangigen Anleihen mit einem Zinssatz von 0 Prozent über den Rückkauf dieser Wertpapiere aufgenommen zu haben.

Zur Finanzierung dieser Rückkäufe nannte Strategy mehrere mögliche Quellen: verfügbare Barmittel, die Ausgabe neuer Aktien – und potenziell auch den Verkauf eines Teils seiner Bitcoin-Bestände. Explizit zugesagt wurde ein Bitcoin-Verkauf in der Mitteilung nicht. Dennoch reichte die bloße Andeutung aus, um die ohnehin nervösen Krypto-Anleger weiter zu verunsichern.

Kurzfristige Schwäche oder Kaufgelegenheit?

Die Kombination aus steigenden Anleiherenditen und der Unsicherheit rund um Strategy hat Bitcoin zum Wochenende hin unter Druck gesetzt. Beide Faktoren sind jedoch potenziell vorübergehender Natur. Sollte der Iran-Konflikt beigelegt werden, würde eine wesentliche Druckquelle für den Kryptomarkt wegfallen – die Ölpreise könnten sinken, die Inflationserwartungen sich beruhigen und der Druck auf die Anleiherenditen nachlassen.

Für langfristig orientierte Bitcoin-Anleger könnte die aktuelle Kursschwäche daher eine Gelegenheit darstellen, die Kryptowährung mit einem gewissen Preisnachlass zu erwerben. Kurzfristig bleibt die Lage jedoch von geopolitischen Entwicklungen und der Geldpolitik der Federal Reserve abhängig – zwei Faktoren, die schwer vorherzusagen sind.

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