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Bitcoin fällt unter 63.000 Dollar – Coldcard-Hack erschüttert Kryptomärkte

Verluste vom Wochenende weiten sich aus: Ein massiver Wallet-Hack und schwache Quartalszahlen belasten den gesamten Kryptosektor.

Bitcoin fällt unter 63.000 Dollar – Coldcard-Hack erschüttert Kryptomärkte

Bitcoin gab am Montag weiter nach und fiel auf 62.829 US-Dollar – ein Rückgang von rund 1 Prozent. Damit weitete die weltgrößte Kryptowährung ihre Verluste vom Wochenende aus. Gleich mehrere belastende Faktoren trafen den Markt gleichzeitig: ein spektakulärer Sicherheitsvorfall, enttäuschende Quartalsergebnisse führender Branchenunternehmen und eine anhaltende Risikoaversion der Anleger.

Optimismus rund um mögliche weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bot dem Markt kaum Unterstützung. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass für den späteren Montag weitere Gespräche mit dem Iran geplant seien – nachdem Washington einen für das Wochenende vorgesehenen Großangriff auf das Land abgesagt hatte. Die Ölpreise reagierten mit einem Rückgang von bis zu 5 Prozent, während Kryptowährungen weitgehend hinter den allgemeinen Gewinnen risikobehafteter Anlagen zurückblieben.

Coldcard-Hack: Fast 90 Millionen Dollar gestohlen

Besonders schwer wiegt ein Sicherheitsvorfall beim kanadischen Krypto-Wallet-Unternehmen Coinkite Inc. Das Unternehmen gab Ende letzter Woche bekannt, dass seine Marke für sogenannte Cold Wallets – Coldcard – kompromittiert wurde. Hacker konnten Nutzergelder abziehen. Daten von Galaxy Research zeigen, dass bis Montag fast 90 Millionen US-Dollar an Bitcoin aus über 4.500 Wallets gestohlen worden waren.

Der Vorfall erschütterte das Vertrauen in den Kryptosektor besonders stark, weil Cold Wallets üblicherweise als die sicherste Aufbewahrungsmethode für Kryptowerte gelten. Im Gegensatz zu sogenannten Hot Wallets sind Cold Wallets normalerweise vollständig von öffentlichen Netzwerken getrennt und damit vor Fernzugriffen geschützt. Eine Schwachstelle in den Coldcard-Geräten machte sie jedoch anfällig für genau solche Angriffe – ein Vertrauensbruch mit weitreichenden Folgen für die gesamte Branche.

Schwache Quartalszahlen von Strategy und Coinbase

Zusätzlich belasteten enttäuschende Ergebnisse für das zweite Quartal die Stimmung. Strategy Inc, bekannt für seine massiven Bitcoin-Bestände, meldete einen wesentlich höheren Verlust als erwartet. Das Unternehmen kämpft weiterhin mit erheblichen Verlusten aus seinen Bitcoin-Positionen und begann zuletzt damit, Teile seiner Bestände zu veräußern, um steigenden Kapital- und Schuldenverpflichtungen nachzukommen. Diese Entwicklung verstärkte die Sorgen über die enormen Bitcoin-Reserven des Unternehmens.

Auch die größte US-Kryptobörse Coinbase Global Inc verzeichnete schwächere Quartalszahlen als erwartet. Eine anhaltende, breit angelegte Abkehr von den Kryptomärkten belastete das Transaktionsvolumen der Plattform spürbar. Der gesamte Kryptosektor leidet im Jahr 2026 unter einem anhaltenden Rückzug des Anlegerinteresses – die dauerhaften Verluste bei Bitcoin, die Verkäufe von Strategy und die wachsende Beliebtheit von Vermögenswerten rund um Künstliche Intelligenz überschatten die Branche.

Gesamter Kryptomarkt im Minus

Die breiteren Kryptopreise folgten dem Abwärtstrend von Bitcoin. Ether, die weltweite Nummer zwei der Kryptowährungen, sank um 1,2 Prozent auf 1.856,74 US-Dollar. XRP verlor 1,1 Prozent, Solana fiel um 1 Prozent und Cardano um 1,4 Prozent. BNB gab um 0,4 Prozent nach. Die Memecoins Dogecoin und $TRUMP verzeichneten ebenfalls Rückgänge von je 1,2 Prozent.

Die Kombination aus dem Coldcard-Sicherheitsvorfall, schwachen Unternehmensergebnissen und geopolitischer Unsicherheit durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran setzt den Kryptomärkten damit weiter zu. Direkte positive Impulse für den Sektor fehlen derzeit weitgehend.

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