ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Bitcoin fällt auf Zweimonatstief: Fed-Spekulationen belasten Kryptomärkte

Spekulationen um möglichen neuen Fed-Chef setzen Bitcoin unter Druck – Kryptowährung verliert über 30 Prozent seit Oktober.

Bitcoin fällt auf Zweimonatstief: Fed-Spekulationen belasten Kryptomärkte

Bitcoin ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Die führende Kryptowährung notierte bei 82.300 US-Dollar und verlor damit 2,5 Prozent an Wert. Grund für den Ausverkauf sind wachsende Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel bei der US-Notenbank Federal Reserve, der eine straffere Geldpolitik zur Folge haben könnte.

Die Kryptomärkte erleben damit eine schwierige Phase, obwohl viele Marktteilnehmer unter der Trump-Regierung auf eine kryptofreundlichere Regulierung gehofft hatten. Seit dem Erreichen von Rekordhöhen im Oktober hat Bitcoin bereits ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Der digitale Vermögenswert steuert auf den vierten Verlustmonat in Folge zu – die längste Verlustserie seit acht Jahren.

Im Fokus der Anleger steht derzeit Kevin Warsh, ehemaliger Gouverneur der Federal Reserve. Berichten zufolge könnte US-Präsident Donald Trump ihn als Nachfolger für den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell nominieren. Warsh hat sich in der Vergangenheit für einen Regimewechsel bei der Zentralbank ausgesprochen und fordert unter anderem eine Verkleinerung der Fed-Bilanz.

Liquiditätssorgen belasten spekulative Assets

Für Bitcoin und andere Kryptowährungen könnte eine solche Entwicklung problematisch werden. Die digitalen Vermögenswerte profitierten in der Vergangenheit von der expansiven Geldpolitik der Fed, als die Zentralbank die Märkte mit reichlich Liquidität versorgte. "Sobald man anfängt, über das Wegziehen der Grundlage zu sprechen, beginnen alle Absicherungen gegen die Bilanzausweitung – Gold, Kryptowährungen und offensichtlich auch Anleihen – ein wenig abzuverkaufen", erklärt Damien Boey, Portfoliostratege bei Wilson Asset Management in Sydney.

Auch Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, geriet unter Druck und fiel auf ein Zweimonatstief von 2.735,48 US-Dollar – ein Minus von 2,9 Prozent. Die Kryptomärkte suchen seit dem Einbruch im vergangenen Jahr nach einer klaren Richtung und blieben hinter den starken Rallyes bei Gold und Aktien zurück.

Tech-Sorgen verstärken Verkaufsdruck

Neben den Fed-Spekulationen belasten auch Sorgen um den Technologiesektor die Kryptomärkte. Sean Dawson, Forschungsleiter bei Derive.xyz, einer Handelsplattform für Krypto-Optionen, nennt "Befürchtungen hinsichtlich der KI-Euphorie" als wesentlichen Faktor für den aktuellen Ausverkauf. Ein Rückgang der Microsoft-Aktie um 10 Prozent nach der Bekanntgabe massiver KI-Ausgaben bei nur moderatem Umsatzwachstum hatte über Nacht ein Beben durch die globalen Märkte gesendet.

Die kommenden Wochen dürften für Bitcoin-Investoren entscheidend sein. Sollte sich die Spekulation um Warsh als neuen Fed-Chef bestätigen und eine straffere Geldpolitik tatsächlich umgesetzt werden, könnte der Druck auf Kryptowährungen weiter zunehmen.

BitcoinKryptowährungenFederal ReserveKevin WarshGeldpolitik

Disclaimer