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Bitcoin fällt auf 63.300 Dollar – SEC-Verzögerung belastet Kryptomarkt

Regulatorische Unsicherheit rund um tokenisierte Wertpapiere drückt Bitcoin trotz schwacher US-Inflationsdaten und nachlassender Zinserhöhungserwartungen.

Bitcoin fällt auf 63.300 Dollar – SEC-Verzögerung belastet Kryptomarkt

Bitcoin hat am Freitag nachgegeben und notierte gegen 06:12 Uhr GMT bei 63.315,40 Dollar – ein Minus von rund 1 Prozent. Auf Wochensicht steht die weltweit größte Kryptowährung damit mehr als 2 Prozent im Minus. Auslöser des Rückgangs war die überraschende Verzögerung einer wichtigen regulatorischen Initiative der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für tokenisierte Wertpapiere.

Die SEC hatte ursprünglich geplant, am Freitag eine sogenannte „Innovationsausnahme" für tokenisierte Wertpapiere zumindest teilweise vorzustellen. Laut einem Bericht von CoinDesk sagte die Behörde das entsprechende Treffen jedoch am späten Donnerstag kurzfristig ab. Sowohl das Weiße Haus als auch Vertreter der Wall Street sollen zuvor Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Grundlage und möglicher Marktauswirkungen des Vorschlags geäußert haben.

SEC und Weißes Haus bremsen Krypto-Regulierung

Einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle zufolge befürchtet das Weiße Haus, dass ein vorzeitiger Vorstoß der SEC die laufenden Verhandlungen im US-Kongress über den sogenannten Digital Asset Market Clarity Act erschweren könnte. Brancheninsidern wurde demnach mitgeteilt, dass das Vorhaben möglicherweise das Ergebnis dieser Gesetzgebung abwarten müsse. Zusätzlich prüfen die Mitarbeiter der SEC, ob die Behörde überhaupt über die notwendige rechtliche Befugnis und die erforderlichen Wirtschaftsanalysen verfügt, um eine solche Erleichterung zu rechtfertigen.

Der Digital Asset Market Clarity Act ist ein zentrales Gesetzesvorhaben für die Kryptoindustrie in den USA. Es soll einen klaren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen – ein Vorhaben, das im vergangenen Jahr angesichts massiven Widerstands von Bankenverbänden und Verbraucherschützern bereits mehrfach verzögert wurde. Jede weitere Verzögerung bei der Verabschiedung dieses Gesetzes hat in der Vergangenheit die Kryptopreise belastet.

Kryptomärkte hinken Aktien hinterher

Besonders auffällig ist, dass der Kryptomarkt in dieser Woche trotz eigentlich positiver Rahmenbedingungen schwächelte. Schwache US-Inflationsdaten für Juli hatten Optimismus geschürt, dass die US-Notenbank Federal Reserve kurzfristig keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen wird – eine Nachricht, die normalerweise risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen beflügelt. Stattdessen profitierten vor allem Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz und Chip-Unternehmen von starken Technologiegewinnen, während Händler Kryptowährungen links liegen ließen.

Die breiteren Kryptomärkte folgten dem negativen Trend von Bitcoin. Ether, die zweitgrößte Kryptowährung der Welt, verlor 1,1 Prozent und notierte bei 1.877,14 Dollar. XRP gab um 0,7 Prozent nach, Solana sank um 1,1 Prozent und Cardano fiel um 1 Prozent. BNB büßte 0,8 Prozent ein. Auch die Memecoins Dogecoin und $TRUMP verloren jeweils mehr als 1 Prozent.

Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie stark regulatorische Entwicklungen in den USA den globalen Kryptomarkt beeinflussen. Solange Klarheit über den rechtlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte ausbleibt, dürfte die Unsicherheit unter Anlegern anhalten – und die Kurse unter Druck halten.

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