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Bitcoin erreicht neues Rekordhoch über 124.000 Dollar

Trumps Kryptooffensive und Ether-Rally befeuern die Markteuphorie

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Bitcoin erreicht neues Rekordhoch über 124.000 Dollar

Der Bitcoin hat erstmals die Marke von 124.000 Dollar überschritten und damit ein neues Rekordhoch erreicht. Am Freitagmorgen notierte die Kryptowährung zwar wieder etwas niedriger bei knapp 119.000 Dollar, dennoch hat sich ihr Wert innerhalb eines Jahres verdoppelt. Mit den jüngsten Kursgewinnen ist die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarkts auf über vier Billionen Dollar gestiegen. Damit erreichen alle Cyberdevisen zusammen beinahe den Wert des derzeit wertvollsten Unternehmens der Welt, Nvidia, das auf 4,41 Billionen Dollar taxiert wird. Experten sprechen von einem neuen Superzyklus, in dem die Rahmenbedingungen für digitale Währungen besonders günstig sind.

Die Euphorie beschränkt sich nicht nur auf Bitcoin. Auch Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, erlebt eine bemerkenswerte Rally. Nachdem der Kurs bis zum Frühjahr noch stark gefallen war, legte er seither um rund 220 Prozent zu. Er nähert sich damit seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2021 von knapp 4890 Dollar. Die Stimmung am Markt ist entsprechend optimistisch. Am Optionsmarkt zeigt die Put/Call-Ratio für Ether mit 0,35 einen deutlichen Überhang an Kaufoptionen, was auf steigende Erwartungen hindeutet. Manche Investoren halten ein Anstieg bis auf 6200 Dollar für möglich.

Eine zentrale Rolle spielt derzeit die Politik in den USA. Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten zu einem internationalen Zentrum für Kryptowährungen gemacht. Jüngst verabschiedete der Kongress ein umfassendes Gesetzespaket, das unter anderem mit dem Genius Act klare Regeln für Stablecoins schafft. Diese an den Dollar gekoppelten digitalen Münzen gelten als wichtiges Instrument im Handel, da sie schnelle und günstige Transaktionen ermöglichen. Unternehmen wie Amazon und JP Morgan planen eigene Stablecoins, während US-Finanzminister Scott Bessent ein starkes Wachstum dieses Marktes auf bis zu 3,7 Billionen Dollar bis 2030 prognostiziert.

Auch Trumps Entscheidung, steuerbegünstigte 401(k)-Rentenpläne für Kryptowährungen zu öffnen, gilt als Treiber. Die Konten umfassen ein Vermögen von rund 12,5 Billionen Dollar. Schon geringe Zuflüsse könnten den Bitcoin-Kurs deutlich beeinflussen. Hinzu kommt, dass institutionelle Anleger über börsengehandelte Bitcoin-ETFs inzwischen 157,7 Milliarden Dollar in den Markt gelenkt haben. Parallel bauen immer mehr Unternehmen eigene Krypto-Reserven auf, angeführt von Strategy, das mittlerweile fast 629.000 Bitcoin hält. Auch Ether wird zunehmend von Firmen wie BitMine gehortet, die auf langfristige Wertsteigerungen spekulieren.

Trotz der Euphorie bleibt das Risiko von Rückschlägen bestehen. Anfang des Jahres war der Bitcoin nach Zollstreitigkeiten zwischenzeitlich bis auf 75.000 Dollar gefallen. Charttechnisch gelten die Marken von 114.000 Dollar (50-Tage-Linie) und 100.000 Dollar (200-Tage-Linie) als wichtige Unterstützungen. Der „Fear and Greed“-Index liegt aktuell bei 68 Punkten und signalisiert leichte Gier, aber keine extreme Überhitzung. Gleichwohl könnten kurzfristige Gewinnmitnahmen den Markt belasten, da Anleger auf dem hohen Kursniveau Teilgewinne sichern wollen.

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