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Bitcoin durchbricht 100.000-Dollar-Marke

Trumps Wahlsieg, neue ETFs und MicroStrategy treiben den Krypto-Boom voran

Bitcoin durchbricht 100.000-Dollar-Marke

Der Bitcoin hat erstmals die Marke von 100.000 US-Dollar überschritten. In der gestrigen Nacht kletterte der Kurs der bekanntesten Kryptowährung auf ein Rekordhoch und erreichte vorübergehend 103.620 Dollar, bevor er sich auf etwa 102.600 Dollar einpendelte. Dieser Meilenstein kommt gut 16 Jahre nach der Einführung des Bitcoin und wird als eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Geschichte der Kryptowährung angesehen. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Bitcoin mehr als verdoppelt, und die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei über zwei Billionen Dollar.

Ein wesentlicher Treiber des Anstiegs ist die politische Entwicklung in den USA. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump am 4. November stieg der Bitcoin-Kurs in kurzer Zeit um fast 50 Prozent. Anleger erwarten von der neuen Regierung unter Trump eine kryptofreundliche Politik und weniger strenge Regulierungen. Trump kündigte an, Paul Atkins, einen bekannten Unterstützer von Kryptowährungen, als Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht SEC vorzuschlagen. Der bisherige SEC-Chef Gary Gensler, der für seinen harten Kurs gegen Kryptowährungen bekannt war, wird seinen Posten im Januar räumen.

Die Aussicht auf eine lockerere Regulierung und die Einführung weiterer Krypto-ETFs in den USA schüren die Hoffnungen der Krypto-Community. Einige Experten spekulieren zudem, dass die Trump-Regierung eine Bitcoin-Reserve aufbauen könnte, ähnlich wie die Goldreserven der USA. Ein entsprechender Vorschlag von der Senatorin Cynthia Lumis sieht den Kauf von bis zu einer Million Bitcoins in den nächsten fünf Jahren vor, was knapp 4,8 Prozent der Gesamtmenge ausmachen würde.

Auch das US-Unternehmen MicroStrategy hat zum aktuellen Preisanstieg beigetragen. Firmenchef Michael Saylor, ein bekannter Bitcoin-Befürworter, hat bereits Milliarden in die Kryptowährung investiert und plant, durch neue Schulden weitere Käufe zu tätigen. Gleichzeitig eröffnet die Möglichkeit, Optionen auf Bitcoin-ETFs zu handeln, neue Spekulationsmöglichkeiten für Investoren. Am ersten Handelstag wurden allein auf den BlackRock-Bitcoin-ETF Optionen im Wert von zwei Milliarden Dollar gehandelt.

Trotz der Euphorie warnen Verbraucherschützer vor den Risiken. Sie weisen auf die starken Kursschwankungen, den hohen Energieverbrauch und die fehlenden Sicherungssysteme hin. Zudem habe sich der Bitcoin zunehmend vom ursprünglichen Ziel eines alternativen Zahlungsmittels hin zu einem Spekulationsobjekt entwickelt. Die Verbraucherzentrale rät daher von Investitionen in Kryptowährungen ab.

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