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Bitcoin dominiert stärker denn je den Kryptomarkt

Institutionelle Anleger setzen auf Sicherheit – Altcoins verlieren weiter an Bedeutung und Vertrauen

Bitcoin dominiert stärker denn je den Kryptomarkt

Bitcoin baut seinen Vorsprung im Kryptomarkt weiter aus und erreicht mit einer Marktdominanz von rund 66 Prozent den höchsten Stand seit fünf Jahren. Der Wert beschreibt den Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen und dient Analysten und Anlegern als wichtiger Indikator für Kapitalflüsse und Marktstimmungen. Die aktuelle Entwicklung deutet auf eine wachsende Fokussierung auf Bitcoin hin – zulasten der sogenannten Altcoins.

Seit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX Ende 2022 nimmt die Dominanz von Bitcoin kontinuierlich zu. Unter Einbeziehung der Stablecoins, also jener Kryptowährungen, die an klassische Fiatwährungen wie den Dollar oder Euro gekoppelt sind, liegt der Anteil von Bitcoin inzwischen bei rund 78,5 Prozent. Besonders institutionelle Investoren verfolgen vermehrt eine „Bitcoin Only“-Strategie und behandeln die Währung zunehmend als eigenständige Anlageklasse, vergleichbar mit Gold.

Diese Entwicklung geht zu Lasten alternativer Kryptowährungen. Ether, die Währung der Ethereum-Blockchain, trägt nur noch rund 8,8 Prozent zur gesamten Marktkapitalisierung des Marktes bei. Noch 2017 lag dieser Wert bei etwa 24 Prozent. Auch beim Kurs zeigt sich die Diskrepanz: Während Bitcoin um die Marke von 100.000 US-Dollar pendelt, notiert Ether mit etwa 2.250 US-Dollar deutlich unter seinem Rekordhoch.

Bitcoin wird zunehmend als „digitales Gold“ verstanden. Dieser Wandel zeigt sich auch in der Produktwelt: Finanzinstitute entwickeln vorrangig börsengehandelte Produkte wie ETFs oder Zertifikate auf Bitcoin. Altcoins spielen in der institutionellen Anlagestrategie dagegen eine untergeordnete Rolle. Auch regulatorisch genießt Bitcoin in vielen Märkten einen Sonderstatus, was Zulassungen und steuerliche Behandlung betrifft.

Nicht nur private Anleger, auch staatliche Stellen wie die US-Regierung zeigen wachsendes Interesse an Bitcoin. Berichten zufolge ist der Aufbau einer staatlichen Bitcoin-Reserve geplant. Für andere Kryptowährungen bestehen vergleichbare Pläne bislang nicht. Altcoin-Bestände sollen zwar nicht veräußert, aber auch nicht weiter ausgebaut werden.

Gleichwohl könnte sich das Blatt für Altcoins in Zukunft wieder wenden. Marktphasen mit hoher Bitcoin-Dominanz wurden in der Vergangenheit häufig von sogenannten Altcoin-Seasons abgelöst. In solchen Phasen steigt die Risikobereitschaft der Anleger – und Kapital fließt verstärkt in kleinere Kryptowährungen.

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