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Bitcoin auf Rekordkurs

Kryptowährungen profitieren von optimistischen Erwartungen und neuen regulatorischen Perspektiven

Bitcoin auf Rekordkurs

Der Bitcoin steht kurz davor, die Marke von 100.000 Dollar zu überschreiten. Dies wird vor allem durch die Wette auf eine kryptofreundliche Regulierung unter US-Präsident Donald Trump befeuert. Seit der US-Wahl am 5. November hat die Kryptowährung einen Wertzuwachs von 45 Prozent verzeichnet und nähert sich zunehmend der sechsstellig markierten Schwelle. Der Preis für den Bitcoin lag am Donnerstagnachmittag bei bis zu 98.342 Dollar, was zu einer Marktkapitalisierung von knapp 1,9 Billionen Dollar führt. Viele Marktexperten sehen nicht die Frage, ob der Bitcoin diese Marke überschreiten wird, sondern nur noch, wann dies geschehen wird.

Die Stimmung auf den Märkten wird derzeit von „extremer Gier“ geprägt, was durch das „Gier-Angst-Barometer“ von Coinmarketcap zum Ausdruck kommt. Dennoch stellt sich die Frage, wie nachhaltig diese Rallye ist. Die starke Nachfrage nach der Kryptowährung scheint unersättlich, jedoch warnen Analysten davor, dass die Preisentwicklung auch Wendepunkte erreichen könnte. Die Preisschwankungen des Bitcoin sind signifikant und etwa viermal so hoch wie bei internationalen Aktien, was die Schweizer Großbank UBS dazu veranlasst, den Bitcoin in ihren strategischen Portfolios für vermögende Kunden zu meiden.

Ein langfristiger Optimismus unter den Investoren basiert auf der Hoffnung auf regulatorische Erleichterungen, die unter der neuen Trump-Regierung umgesetzt werden könnten. Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, den Kryptosektor deregulieren zu wollen. Diese Aussicht auf eine günstigere Regulierung hat insbesondere bei institutionellen Investoren für Auftrieb gesorgt. Der geplante Austausch von Gary Gensler, der den Kryptomarkt kritisch sieht, gegen Teresa Goody Guillén, eine Fachfrau für Kryptowährungen, wird als positives Signal wahrgenommen.

Die Entwicklung von börsengehandelten Fonds (ETFs), die den Bitcoin-Kurs abbilden, hat den Zufluss von Kapital in den Markt weiter angeheizt. Seit der US-Wahl haben Bitcoin-ETFs bereits 5,8 Milliarden Dollar an neuen Mitteln eingeworben. Institutionelle Investoren betrachten Kryptowährungen zunehmend als Ergänzung zu traditionellen Anlageklassen, was die Marktstruktur weiter stärkt. Diese Entwicklung hat den Bitcoin für viele als interessante Beimischung in breiter gestreute Portfolios etabliert. Einige Experten sehen in der Kryptowährung eine mögliche Krisenwährung in Zeiten steigender Staatsverschuldung und Inflation.

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