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Biotech-Standort Deutschland: Weichen richtig stellen

Wie Biotechnologie-Unternehmen den Standort Deutschland stärken: Diskussionsrunde in München mit politischen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsvertretern

Biotech-Standort Deutschland: Weichen richtig stellen

Die Diskussion über die Bedeutung Deutschlands als Biotechnologie-Standort und die aktuellen Herausforderungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft sowie Ansätze zur Stärkung des Wirtschaftszweigs standen im Mittelpunkt des Diskussionsformats "Gesunde Industriepolitik - Fortschrittsdialog", das gestern in München stattfand. Vertreter:innen von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften kamen auf Einladung von Amgen Deutschland, Gilead Sciences und der Multibranchengewerkschaft IGBCE zusammen, um über den Biotechnologie-Standort Deutschland und Ansätze zur Stärkung des Wirtschaftszweigs zu diskutieren. Dabei wurden insbesondere die Fachkräftesituation und die Chancen der Diversität als zentrale Themen herausgestellt.

Auf dem Podium war man sich einig, dass die industrielle Gesundheitswirtschaft gesellschaftsrelevant ist. Die Entwicklung von innovativen Arzneimitteln ist eine tragende Säule des Gesundheitssystems. Darüber hinaus hinterlässt die Pharma-Branche mit mehr als 85 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und knapp einer Million Arbeitsplätzen einen großen wirtschaftlichen Fußabdruck. Die Branche wächst weiter und setzt wie kaum ein anderer Industriezweig auf Innovationen. Jährlich investiert sie über 7,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

"Ein wichtiger Faktor für den Industriestandort Deutschland, für die industrielle Gesundheitswirtschaft ist die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Mehr Frauen müssen erwerbstätig sein können und ausländische Fachkräfte gern zu uns kommen. Dafür müssen Politik und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten und die entsprechenden Bedingungen dafür schaffen," so die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek in ihrem Impuls.

"Die Innovationskraft der Biotech-Unternehmen ist kein Selbstläufer", betont Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH, in seiner Begrüßung. "Nur unter verlässlichen Rahmenbedingungen werden risikoreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt. Ein massiver Störfaktor ist das jüngst verabschiedete GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, es wird Investitionen verhindern. Daher benötigen wir einen Sinneswandel in der Gesundheitspolitik. Gesundheits- und Wirtschaftspolitik müssen zwei Seiten derselben Medaille sein."

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