BHP vergibt 138-Millionen-Dollar-Auftrag an chinesisches Ingenieurbüro
Der Bergbauriese BHP beauftragt China Nerin Engineering mit der Planung zentraler Verarbeitungsanlagen in Südaustralien.

Der australische Bergbaukonzern BHP hat einen Großauftrag im Wert von mehr als 200 Millionen Australischen Dollar – umgerechnet rund 138,8 Millionen US-Dollar – an das chinesische Unternehmen China Nerin Engineering vergeben. Das metallurgische Ingenieur- und Planungsunternehmen soll zentrale Verarbeitungsanlagen in Südaustralien planen und liefern. Der Auftrag wurde am Mittwoch bekanntgegeben.
Der Vertrag ist ein zentraler Bestandteil von BHPs geplantem Projekt zur Erweiterung der Schmelzhütte und Raffinerie in Südaustralien. China Nerin Engineering wird den Auftrag in mehreren Phasen ausführen, während BHP parallel die notwendigen Projektstudien vorantreibt. Diese Studien sind Voraussetzung für eine potenzielle endgültige Investitionsentscheidung, die für das Jahr 2027 angepeilt wird.
Abhängigkeit von der finalen Investitionsentscheidung
Wichtig für Investoren: Der Lieferanteil der Vereinbarung ist an eine Bedingung geknüpft. Er hängt ausdrücklich von der Genehmigung der endgültigen Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) durch BHP ab. Erst wenn das Unternehmen grünes Licht für die Erweiterung der Schmelzhütte und Raffinerie gibt, wird dieser Teil des Vertrags wirksam.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Olympic Dam-Anlage von BHP in Südaustralien – eine der bedeutendsten Kupfer-, Uran-, Gold- und Silberminen der Welt. Mit der geplanten Erweiterung verfolgt BHP ein ambitioniertes Ziel: Die Kupferproduktion in Südaustralien soll bis in die 2030er Jahre auf 500.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Das wäre eine erhebliche Ausweitung der bestehenden Kapazitäten.
Fertigstellung für Anfang 2032 geplant
China Nerin Engineering selbst gab in einer separaten Mitteilung bekannt, dass die Fertigstellung des Projekts für Anfang 2032 geplant sei. Das Unternehmen ist auf metallurgisches Engineering und Planung spezialisiert und übernimmt damit eine Schlüsselrolle in BHPs Expansionsstrategie für den wichtigen Rohstoff Kupfer.
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Zur AktienanalyseKupfer gilt als unverzichtbarer Rohstoff für die globale Energiewende – von Elektrofahrzeugen über Windkraftanlagen bis hin zu Stromnetzen. Die steigende Nachfrage nach Kupfer macht Projekte wie die Olympic-Dam-Erweiterung für den Markt besonders relevant. BHP positioniert sich mit dieser Investition frühzeitig für den erwarteten Nachfrageanstieg in den kommenden Jahrzehnten.
Für deutsche Anleger, die BHP-Aktien im Blick haben, ist der Auftrag ein weiteres Signal, dass der Konzern trotz des langen Zeithorizonts und der noch ausstehenden Investitionsentscheidung konkrete Schritte zur Umsetzung seiner Kupferstrategie unternimmt. Die endgültige Entscheidung über die Milliarden-Investition fällt voraussichtlich erst 2027.


