BHP überträgt Arizona-Liegenschaft für 30-Prozent-Beteiligung an Faraday Copper
Der australische Bergbauriese BHP gibt sein San-Manuel-Grundstück ab und sichert sich dafür eine strategische Beteiligung am kanadischen Kupferproduzenten.

Der australische Bergbaukonzern BHP Group hat eine bedeutende Transaktion im nordamerikanischen Kupfersektor vereinbart. BHP überträgt sein San-Manuel-Grundstück im US-Bundesstaat Arizona an die kanadische Faraday Copper Corporation – und erhält dafür eine Beteiligung von 30% an dem Bergbauunternehmen.
Faraday Copper verfolgt mit dem Deal eine klare strategische Vision: Das Unternehmen will rund um sein bereits bestehendes, angrenzendes Projekt Copper Creek ein umfassendes Kupferzentrum aufbauen. Die Zusammenführung der beiden benachbarten Liegenschaften soll erhebliche Synergien bei Infrastruktur und Mineralvorkommen schaffen.
Beteiligung von BHP steigt auf rund 32,5 Prozent
Nach Abschluss der Transaktion wird BHP neben der 30-prozentigen Beteiligung auch Aktionärs- und Abnahmerechte an Faraday erhalten. Rechnet man die Aktien hinzu, die BHP bereits im Rahmen einer Privatplatzierung im März erworben hat, steigt die Gesamtbeteiligung des Konzerns an Faraday auf voraussichtlich rund 32,5% auf unverwässerter Basis.
Faraday Copper verfügt laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG über eine Marktkapitalisierung von rund 1,82 Milliarden kanadischen Dollar, was etwa 1,28 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Unternehmen ist damit ein bedeutender Player im nordamerikanischen Kupfermarkt.
Strategische Bedeutung für die US-Kupferversorgung
BHP betonte in seiner Mitteilung die gesamtwirtschaftliche Relevanz des Projekts. Die Zusammenführung der Infrastruktur und der Mineralvorkommen von San Manuel mit dem Copper-Creek-Projekt könnte dazu beitragen, Investitionen und Beschäftigung in der Region zu fördern sowie die inländische US-Kupferversorgung zu stärken. Angesichts des weltweit wachsenden Bedarfs an Kupfer – einem Schlüsselmetall für die Energiewende und Elektromobilität – kommt solchen Projekten eine zunehmend strategische Bedeutung zu.
Das Projekt steht allerdings noch unter dem Vorbehalt weiterer technischer Studien sowie behördlicher Genehmigungen, wie BHP ausdrücklich mitteilte. Bis zur vollständigen Umsetzung sind also noch mehrere Hürden zu nehmen.
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Zur AktienanalyseUnabhängig von der BHP-Mitteilung meldete sich auch die Lundin Group zu Wort. Die Unternehmensgruppe, die Nemesia kontrolliert – den größten Aktionär von Faraday –, bestätigte, dass BHP dem Unternehmen als strategischer Investor bei Faraday beitreten werde. Die Lundin Group ist eine der einflussreichsten Bergbaudynastien Kanadas und verleiht dem Deal zusätzliches Gewicht.
Für BHP, eines der weltgrößten Bergbauunternehmen mit Sitz in Melbourne, Australien, unterstreicht die Transaktion das anhaltende Interesse an Kupfer als Zukunftsmetall. Der Konzern hatte zuletzt sein Engagement im Kupfersektor deutlich ausgebaut und sieht in der Beteiligung an Faraday eine Möglichkeit, an der Entwicklung nordamerikanischer Kupferressourcen teilzuhaben, ohne selbst die operative Verantwortung zu übernehmen.


