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BHP setzt auf stabile Eisenerznachfrage

Trotz schwächerer China-Dynamik und Wartungsarbeiten bleibt der Konzern bei seinen Produktionszielen

BHP setzt auf stabile Eisenerznachfrage

Der Bergbaukonzern BHP Group sieht die weltweite Nachfrage nach Eisenerz weiterhin als stabil an, auch wenn sich das Wirtschaftswachstum in China abschwächt. Trotz dieser verhaltenen Aussichten blieb der Ton optimistisch, da das Unternehmen auf eine insgesamt widerstandsfähige Weltwirtschaft setzt. Die Prognosen für das globale Wachstum hätten sich zuletzt verbessert, erklärte Vorstandschef Mike Henry und sprach von robusten makroökonomischen Signalen für die Rohstoffnachfrage.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres blieb die Eisenerzproduktion der BHP Group jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Förderung aus den Minen in Westaustralien erreichte auf 100-Prozent-Basis 70,2 Millionen Tonnen und lag damit knapp unter der Schätzung von 71,55 Millionen Tonnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte BHP dort 71,6 Millionen Tonnen erzielt. Als Grund für die geringere Produktion nannte das Unternehmen Wartungsarbeiten im Hafen von Port Hedland, die vorübergehend die Verladekapazitäten beeinträchtigten.

Besonders betroffen war der sogenannte Car Dumper 3, eine zentrale Entladeeinrichtung für Eisenerzzüge. Diese Anlage wurde umfassend erneuert, um ihre Lebensdauer zu verlängern und die Betriebssicherheit zu erhöhen. Während der Arbeiten reduzierte sich das Versandvolumen um rund 4,3 Millionen Tonnen. Die Wartung wurde nach Angaben des Unternehmens etwa acht Prozent früher als geplant abgeschlossen. Der Absatz blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil, wobei der Verkauf höherwertiger Erzsorten um fünf Prozent zulegte.

An seiner Produktionsprognose für das Geschäftsjahr 2026 hält BHP fest. Demnach soll die Eisenerzförderung in Westaustralien zwischen 284 und 296 Millionen Tonnen liegen. Auch die Erwartungen für andere Rohstoffe wurden bestätigt. Die Kupferproduktion stieg im ersten Quartal um vier Prozent auf 493.600 Tonnen. Mike Henry verwies darauf, dass Produktionsausfälle bei Wettbewerbern zu einer Verknappung des Angebots geführt hätten, was die Marktbedingungen für BHP begünstige.

Neben dem Kerngeschäft im Eisenerz setzt der Konzern zunehmend auf den Ausbau seiner Kupfersparte, da dem Metall eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Energiewende zugeschrieben wird. Fortschritte meldete BHP auch bei seinem Potash-Projekt Jansen in Kanada. Die erste Bauphase ist nach Unternehmensangaben zu 73 Prozent abgeschlossen und soll 2027 die Produktion aufnehmen. Die zweite Phase des Projekts hat bislang einen Fertigstellungsgrad von 13 Prozent erreicht.

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