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BHP plant großangelegte Kupferexploration in Sambia

Der Bergbauriese BHP will in Sambia tief vergrabene Kupfervorkommen mit fortschrittlichen geologischen Methoden aufspüren.

BHP plant großangelegte Kupferexploration in Sambia

Der australische Bergbaukonzern BHP plant eine großflächige Kupferexploration in Sambia. Das sambische Bergbauministerium gab dies am Montag bekannt und unterstrich damit das wachsende internationale Interesse am Mineralreichtum der zentralafrikanischen Nation. Die steigende globale Nachfrage nach Kupfer ordnet die Prioritäten der Bergbauindustrie weltweit neu.

Sambia ist nach der Demokratischen Republik Kongo der zweitgrößte Kupferproduzent Afrikas. Das Land verfolgt das ambitionierte Ziel, seine Kupferproduktion bis 2031 mehr als zu verdreifachen. Um dieses Ziel zu erreichen, verstärkt die Regierung ihre Bemühungen, internationale Investoren für die weitgehend unerschlossenen Vorkommen des Landes zu gewinnen.

BHPs Rückkehr nach Afrika

Für BHP markiert das Engagement in Sambia eine bemerkenswerte Kehrtwende. Seit der Abspaltung von South32 im Jahr 2015 hatte sich der Konzern weitgehend aus Afrika zurückgehalten. Eine kurze Beteiligung am Kabanga-Nickelprojekt in Tansania war der einzige nennenswerte Vorstoß auf dem Kontinent – bevor BHP auch dieses Engagement im vergangenen Jahr beendete. Auch das Übernahmeangebot für Anglo American im Jahr 2024 scheiterte unter anderem daran, dass BHP die Übernahme der südafrikanischen Aktivitäten von Anglo ablehnte.

Nun signalisiert der Konzern eine neue Strategie für die Region. Am 15. April gab BHP bekannt, eine Reihe von Explorations-Workshops im südlichen Afrika gestartet zu haben. Diese erstrecken sich bis Anfang Mai auf Sambia, Südafrika, Namibia und Angola und zeigen das breite regionale Interesse des Unternehmens.

Fortschrittliche Methoden für verborgene Lagerstätten

Das sambische Bergbauministerium bezog sich in seiner Erklärung auf Aussagen von Campbell McCuaig, dem Leiter der globalen generativen Exploration bei BHP, der Treffen in der Hauptstadt Lusaka abhielt. McCuaig erläuterte den besonderen Fokus des Unternehmens: „Viele der verbleibenden großen Lagerstätten liegen entweder tief vergraben oder sind unter geologischen Deckschichten verborgen."

BHP setzt dabei auf fortschrittliche geologische Methoden und umfassende Datenanalysen, um sogenannte „Mineralsysteme" aufzuspüren. Gemeint sind damit die geologischen Prozesse, die bedeutende Kupfervorkommen bilden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Vorkommen zu finden, die mit herkömmlichen Explorationsmethoden schwer zu entdecken sind.

McCuaig lobte ausdrücklich die Bemühungen Sambias, den Zugang zu geowissenschaftlichen Daten zu verbessern. Dazu zählen staatlich geförderte Luftvermessungen sowie die Digitalisierung geologischer Aufzeichnungen. Solche Maßnahmen seien entscheidend, um weiteres internationales Investitionskapital ins Land zu holen.

Das sambische Bergbauministerium zeigte sich optimistisch: Sambia bleibe eine der weltweit aussichtsreichsten Regionen für Kupfer, und die laufenden Reformen zielten darauf ab, dieses Potenzial in eine höhere Produktion und wirtschaftliches Wachstum umzumünzen. Für Anleger, die den globalen Kupfermarkt im Blick haben, dürfte die Rückkehr eines Schwergewichts wie BHP nach Afrika ein bedeutendes Signal sein.

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