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BHP erhöht Kostenschätzung für Jansen-Kalimine Phase 2 auf 6,9 Milliarden Dollar

Der australische Bergbauriese BHP meldet massive Kostensteigerungen und eine Wertminderung von 2,3 Milliarden Dollar beim Kali-Großprojekt in Kanada.

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BHP erhöht Kostenschätzung für Jansen-Kalimine Phase 2 auf 6,9 Milliarden Dollar

Der australische Bergbaukonzern BHP Group hat die Kapitalkosten für sein Kaliproduktions-Erweiterungsprojekt Jansen Phase 2 in Saskatchewan, Kanada, erheblich nach oben korrigiert. Die neue Schätzung liegt bei 6,9 Milliarden US-Dollar – gegenüber dem bisherigen Ansatz von 4,9 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig verbucht BHP eine Wertminderung in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar, da höhere Kosten und zusätzliche Arbeitsstunden die Ausgaben in die Höhe treiben und den Produktionsstart verzögern.

Es ist bereits das dritte Mal, dass BHP die ursprünglichen Kapitalkostenschätzungen für das zweistufige Jansen-Projekt überschreitet. Das Unternehmen unterzog Phase 2 einer detaillierten Kosten- und Zeitplanüberprüfung. Als Ergebnis wird der Produktionsstart nun für das Ende des Geschäftsjahres 2031 erwartet – eine weitere Verschiebung gegenüber früheren Planungen.

Ursachen der Kostensteigerung

Laut BHP ist die erhöhte Finanzierungsschätzung auf zusätzliche Baustunden und Materialmengen zur Fertigstellung von Jansen Phase 2 sowie auf Kostensteigerungen zurückzuführen, die im Rahmen der umfassenden Überprüfung festgestellt wurden. Die Finanzierung umfasst dabei die Erschließung neuer Abbaugebiete, die Infrastruktur für eine zweite Schachtförderanlage, erweiterte Verarbeitungsanlagen sowie zusätzliche Eisenbahnwaggons zur Bewältigung der höheren Volumina.

Ende Mai war Jansen Phase 2 erst zu 16 Prozent abgeschlossen, wobei die technische Planung (Engineering) bereits zu 83 Prozent fertiggestellt war. BHP sieht darin eine Risikominderung für die Schätzung der verbleibenden Arbeiten, da die Planungsgrundlage nun deutlich solider ist.

Wirtschaftlichkeit bleibt trotz Kostensteigerung attraktiv

Trotz der massiven Kostensteigerungen hält BHP an der wirtschaftlichen Attraktivität des Projekts fest. Jansen Phase 2 weist einen aktualisierten internen Zinsfuß (IRR) von 11 Prozent und eine erwartete Amortisationszeit von acht Jahren auf. Die bereinigten Gewinnmargen bleiben aufgrund der niedrigen Kostenposition über 65 Prozent.

Sobald Jansen Phase 2 vollständig hochgefahren ist, rechnet BHP damit, dass die kombinierte Jansen-Mine mit Stückkosten zwischen 114 und 130 US-Dollar pro Tonne die kanadische Kalimine mit den niedrigsten Stückkosten sein wird. Dies entspricht den Schätzungen zum Zeitpunkt der Genehmigung und unterstreicht den dauerhaften Wettbewerbsvorteil des Projekts.

Enormes Produktionspotenzial für den Weltmarkt

BHP geht weiterhin davon aus, dass Jansen Phase 2 eine Jahresproduktion von rund 4,36 Millionen Tonnen Kali liefern wird. Nach einer voraussichtlich zweijährigen Hochlaufphase ab dem Produktionsstart soll die kombinierte Produktion beider Phasen 8,5 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen – das entspricht etwa 10 Prozent der gesamten weltweiten Kaliproduktion. Zukünftige Erweiterungen könnten den Standort schließlich auf eine Kapazität zwischen 16 und 17 Millionen Tonnen pro Jahr bringen.

Kali ist ein wichtiger Rohstoff für die Düngemittelproduktion und gilt als sogenannter „zukunftsorientierter Rohstoff", der angesichts des globalen Bevölkerungswachstums und der steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln strategisch an Bedeutung gewinnt. BHP positioniert sich mit dem Jansen-Projekt als langfristiger Schlüsselakteur in diesem Markt.

Unterdessen verläuft Jansen Phase 1 planmäßig. Das Projekt erreicht die Meilensteine des kritischen Pfades gemäß der aktualisierten Kosten- und Zeitplanschätzung vom Januar 2026; der Produktionsstart ist weiterhin für Mitte 2027 geplant. BHP erwartet zudem, dass die Prognose für die Investitionsausgaben des Konzerns für das Geschäftsjahr 2027 bei rund 11 Milliarden US-Dollar bleiben wird.

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