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Betrugsskandal erschüttert Aurubis

Wie kriminelle Handlungen den Kupferriesen und den Edelmetallmarkt in Europa beeinflussen.

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Betrugsskandal erschüttert Aurubis

Aurubis, Europas größte Kupferhütte mit Sitz in Hamburg, ist erneut Ziel krimineller Handlungen geworden. Der Schaden beläuft sich auf einen "niedrigen dreistelligen" Millionenbereich, und es besteht der Verdacht, dass auch Edelmetalle wie Gold betroffen sind.

Das Unternehmen hat starke Indizien für einen Fehlbestand an Metallen. Christoph Tesch, Leiter der Konzernkommunikation bei Aurubis, erklärte, dass der Schaden so hoch sei, dass nicht nur Kupfer, sondern auch Edelmetalle betroffen sein könnten. "Nur mit Kupfer wäre es schwer, auf einen solchen Betrag zu kommen", so Tesch.

Aurubis ist nicht nur in der Kupferproduktion tätig, sondern auch im Recyclinggeschäft und der Produktion von Edelmetallen wie Gold und Silber. Mit 50 Tonnen Gold pro Jahr gehört das Unternehmen zu den größten Goldproduzenten Europas.

Es handelt sich nicht um einen Diebstahl im klassischen Sinne. "Das Metall wurde nicht aus dem Werk rausgetragen - es war nie da. Wir reden hier also von Betrug", betonte Tesch. Aurubis hatte einen Lieferanten für Material bezahlt, das nie im Werk angekommen ist. In der Regel zieht Aurubis Proben von den angelieferten Materialien und löst dann eine Zahlung an den Lieferanten aus, basierend auf dem Metallgehalt der Probe.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Aurubis Opfer krimineller Handlungen wurde. Erst im Juni wurden mehrere Tonnen edelmetallhaltige Nebenprodukte der Kupferproduktion gestohlen. Das Landeskriminalamt ist eingeschaltet, und es wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht.

Die Aktie von Aurubis ist um bis zu 18,3 Prozent eingebrochen, und auch die Salzgitter AG, die mit 30 Prozent an Aurubis beteiligt ist, musste ihre Prognose streichen. Analysten warnen vor Risiken für Salzgitter durch die Schäden bei Aurubis.

GoldBetrug

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