Betreiber von Gasspeichern hoffen auf gutes Wetter
Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind die Gasspeicher in Deutschland derzeit zu etwa 95,5 Prozent gefüllt

Wie im Winter üblich, ist der Füllstand in den deutschen Gasspeichern noch weiter gefallen. Die Initiative Energien Speichern (Ines) teilt mit, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Gasknappheit in den kommenden Wochen nicht gestiegen ist. Die größere Einsparung beim Gasverbrauch sei der Grund dafür.
Laut Mitteilung von Ines, könnten Engpässe zwar "noch nicht völlig ausgeschlossen" werden, seien aber "sehr unwahrscheinlich". Voraussetzung dafür seien jedoch das Ausbleiben extrem niedriger Temperaturen als auch eine Fortsetzung der Verbrauchseinsparungen. Dann würde Deutschland auch diesen Winter erfolgreich überstehen.
Kritiker sehen darin eine Beschwichtigung. Wie Aktivisten stets betonen, kann man das Wetter nicht voraussagen. Sich auf das Wetter zu verlassen, bezeichnen sie als Leichtsinn.
Ines ist eine Gruppe von 14 Speicherbetreibern, die nach Angaben der Organisation mehr als 90 % der gesamten Gasspeicherkapazität in Deutschland ausmachen. Das Projekt untersuchte drei mögliche Ergebnisse: normale Temperaturen ähnlich wie 2016, warme Temperaturen ähnlich wie im europäischen Winter 2020 und kalte Temperaturen ähnlich wie im Winter 2010, als häufig Minusgrade gemessen wurden.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind die Gasspeicher in Deutschland derzeit zu etwa 95,5 Prozent gefüllt. Die Betreiber hatten am 15. November einen Füllstand von 100 Prozent angekündigt. Seitdem ist der Füllstand stetig gesunken. Der größte Speicher in Deutschland, der im niedersächsischen Rehden steht, hatte nach Angaben im Internet einen Füllstand von knapp 92 Prozent.
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Zur AktienanalyseDie Speicher fungieren als Marktpuffer und passen sich an Veränderungen im Gasverbrauch an. Zu Beginn der Heizsaison im Herbst sind sie in der Regel vollständig gefüllt. Bis zum Frühjahr sinken die Füllstände dann. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz sollten sie am 1. Februar immer noch zu 40% gefüllt sein. Hervorzuheben ist, dass die Gasimporte über Pipelines, jetzt vor allem aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien, weiterhin kontinuierlich nach Deutschland fließen.


